Dienstag, 20. Februar 2018

Mit Bus und Bahn .... {Tell a story}

In Bussen und Straßenbahnen habe ich als Kind und Jugendliche jeden Tag anderthalb Stunden (Wartezeiten beim Umsteigen nicht einberechnet) auf dem Schulweg verbracht. Keine Klassenkameradin war in meine Richtung unterwegs, das war ganz schön öde.

Heute bin ich ganz zufrieden, dass unser Örtchen einen Bahnhof hat, an dem ein überregionaler Zug Richtung Norden und die Regionalbahn halten. Mit der (Schweizer-) Bahn sind wir schneller in Zürich als mit der Bundesbahn in Stuttgart...
Unsere Töchter sind natürlich mit dem Seehas (Regionalbahn betrieben von der Schweizer SBB) immer Richtung Schule gefahren. Ich selber nutze diese Möglichkeit ohne Parkplatzsorgen in die Stadt zu fahren seit wir Hund(e) haben seltener. 

Auf Städtereisen (ohne Hund) steigen wir dann aber gern wieder öfter in Bus und Bahn ein.
Hochgradig intensiv bin ich mit Bahn - sowohl U-Bahn, als auch Tram - in Lissabon gefahren. Diese Bahnen sind wirklich sehr speziell...



Würde ich in so einer Großstadt leben, würde ich wahrscheinlich ganz aufs Auto verzichten oder nur damit fahren, wenn ich die Stadt verlassen wollte. Der Verkehr ist so dicht und so chaotisch... Da ist man mit der U-Bahn auf jeden Fall schneller. Die Straßenbahn hingegen muss sich ihre Gleise oft freiklingeln, weil mal wieder irgendein Dödel nerviger Zeitgenosse in der extrem engen Alfama auf den Gleisen parkt...

Als ich vor Jahren zum ersten Mal in Lissabon war, gab es noch nicht solche Touristenströme wie heute, wo man hauptsächlich Touris in den Trams sieht.
Aber ich liebe diese Bahnen, weil sie mich ein bisschen in geliebte Bücher und Filme katapultieren (z.B.  A. Tabucci: 'Erklärt Pereira', P. Mercier: 'Nachtzug nach Lissabon' oder Wim Wenders 'Lisbon Story').

Schaut mal in meine Straßenbahngeschichte von Lissabon hinein, falls ihr sie noch nicht kennt.



Wer sich ein bisschen auskennt, weiß, wann er bei welcher Bahn auch mal seinen Sitzplatz frei aussuchen kann...
Sonst heißt es nämlich anstehen, warten, reinquetschen...


Die Fahrt mit der U-Bahn ist in Lissabon auch etwas Besonderes, weil die meisten Stationen eher an Ausstellungen moderner Kunst erinnern. Hier habe ich ein bisschen mehr darüber berichtet.


Diese nette Aktion, mit Bildern Geschichten zu erzählen, hat sich Emma (frühstück bei emma) ausgedacht.

Montag, 19. Februar 2018

T-h-e-a-t-e-r und ich {über mich}

In ihrer Linkparty des Monats Februar möchte Astrid etwas über unser Verhältnis zum Theater wissen. Da zähle ich mal keine Fakten, sondern hangele mich an den Buchstaben entlang...  

  


Tatsächlich
kann ich mich überhaupt nicht daran erinnern, aber meine Eltern erzählen von einem Bühnenauftritt im Kindergartenalter, bei dem ich dem Publikum aber lieber den Rücken zukehrte. Offensichtlich wusste ich damals schon, in welche Richtung ich blicken wollte.

Hatten
wir auch Theaterstücke im Unterricht gelesen, angeschaut haben wir sie uns so gut wie nie.
Leider haben unsere Lehrer nur selten die Gelegenheit ergriffen, mit einer Klasse das Theater zu besuchen. In Erinnerung ist mir da noch die Aufführung von "Maria Stuart" geblieben, die wir in der Nachbarstadt besuchten. Leider musste uns unsere Lehrerin noch vor Ende der Stücks aufscheuchen, damit wir unseren Zug zurück erreichen konnten. Mir war das extrem peinlich...
Beim Schüleraustausch sahen wir uns den 'Midsummer Night's Dream' im Regent's Park in London an. Seitdem liebe ich Shakespeares Sommernachtstraum.
In meiner Gymnasialzeit genossen hauptsächlich die Schülerinnen des neusprachlichen Zweigs die Möglichkeit zum Theaterspiel. Eine Theater AG gab es bei uns nicht. Meine Schule war Theaterwüste pur....

Eigentlich
mochte ich das Theater doch so sehr, da war es doch wunderbar, dass mein Vater bei der Berufsfeuerwehr arbeitete. So bekam er auch immer wieder die Möglichkeit bei Theateraufführungen Dienst zu übernehmen. Toll fand ich es, wenn das Theaterstück für mich geeignet war, so dass ich die Begleitperson sein durfte. Dann konnte ich zunächst meine Großtante begrüßen, die als Garderobiere am Theater angestellt war. Natürlich begleitete ich meinen Vater beim Kontrollgang hinter der Bühne, was stets extrem spannend war. Auf gesonderten, für die Feuerwehr reservierten Plätzen konnten wir dann die Stücke genießen. Ich kann mich auch noch an die lebhaften Diskussionen meiner Eltern über die Aufführungen von Peter Zadek erinnern (da durfte ich aus Altersgründen noch nicht mit...menno...).

Als
Oberstufenschülerin mit Leistungsfach Deutsch las ich aus eigenem Antrieb begeistert viele Dramen der Weltliteratur.  Ich kann mich noch gut erinnern, dass meine Deutsch-Leistungskurslehrerin erstaunt war, als sie nach unserer derzeitigen Lektüre fragte und von mir Eugene O'Neill "Eines langen Tages Reise in die Nacht" hörte (ihr Erstaunen fand ich sehr merkwürdig, deshalb blieb es mir im Gedächtnis...).

Theater
begeisterte mich in meiner Studentenzeit zunehmend. Im Germanistikstudium hatte ich viele Seminare zu diesem Thema belegt. Am Bochumer Theater hatte ich natürlich ein Abo und konnte die Intendanz von Claus Peymann genießen. Manche Stücke sah ich mehrmals...  Dieses Theater hat mich wirklich sehr geprägt.
Natürlich war ich auch in einer Gruppe des Studententheaters, aber unser Stück "Warten auf Godot" machte dem Namen alle Ehre, es versandete nämlich vor lauter Diskussionen zwischen Ensemble und Regie....

Ein
geduldiges und begeistertes Publikum fand ich über Jahre in meinen Töchtern (und sie in mir umgekehrt auch). Puppen- und Maskentheater geht spontan doch immer....
Als die Kinder größer waren, besuchten wir auf unserer Rundreise durch die griechische Peloponnes  Epidauros und das größte und beeindruckendste antike Theater. Unvergesslich, diese Eindrücke.

Richtig
ausleben konnte ich meine Theaterbegeisterung mit den SchülerInnen in meinen Jahren als Lehrerin.
Der Wunsch selber auf der Bühne zu stehen, bestand bei mir nie wirklich, sondern der, Stücke auf die Bühne zu bringen. Deshalb habe ich eine Ausbildung zur Theaterpädagogin BuT absolviert und mich ein paar Jahre lieber darauf konzentriert. Das Einbinden von Musik und Choreographien habe ich immer sehr geliebt, die großen Bilder erzeugen, die das Publikum lange mit sich tragen kann...  Mit Kindern und Jugendlichen an einem Stück arbeiten - so was wie "Rhythm is it" ist da pure Motivation.

aus einer meiner eigenen Produktionen

"Das Theater unserer Zeit ist mies. 
Selten ist es aber so mies, wie wenn sie diesen elenden Shakespeare spielen."

aus den Tagebüchern des Samuel Pepys 1633 - 1703 

(die Tagebücher des Londoners sollte man mal gelesen haben, aber das ist wieder ein anderes Thema)....
   

Samstag, 17. Februar 2018

Wahlrecht für Bäume! .... {Wochenrückblick}

"Bäume gehen nicht zur Wahl."

Horst Stern  



GEÄRGERT: auf die Frage einer Kommunalpolitikerin, warum er für kommende Generationen kaum Eichen nachpflanzen würde, meinte der hiesige Förster, das wäre zu teuer. Diese Einstellung sieht man dem Wald hier mittlerweile ziemlich deutlich an. 

GEFOLGT: dem schönen Buchtipp von Nicole für die kleinen Lockenmädchen. Da können sie mal mit ihrem Wald in Nordamerika Vergleiche ziehen.




GESTAUNT: wie schnell man von Schnee- und Graupelwolken eingeholt wird...  Ich stand gerade bei meinem ländlichen 12tel-Blick Standort und schwenkte die Kamera leicht nach rechts.




GEFREUT: dass sich wieder so viele schöne Beitrage zur Eye-Poetry #12 eingefunden haben. Schaut mal rein! Die Verlinkung ist noch bis zum 28.2. offen.

GESTARTET: die neue Eye-Poetry #13 mit einem Literaturzitat von Astrid Lindgren. Vielleicht hast Du ja Lust teilzunehmen!




GEDACHT: hatte ich ja schon allein wegen der Eye-Poetry eher an den Frühling. Doch der Winter brachte sich mit Schnee, Graupel, Eis, kaltem Wind und grauen Wolken wieder ins Spiel.

GERUTSCHT: auf dem Eis bin ich, weil ich mal wieder vergessen hatte, die Schuhe mit dem Winterprofil anzuziehen. Wenn man den Hund an der Leine hat, ist das schon ziemlich wichtig.

GESEHEN: sooooooo viele Winterlinge, die aus der dünnen Schneeschicht heraus schauten. Auch die Osterglocken und Tulpen hocken schon in den Startlöchern.




GELESEN: für sehr gut befunden und rezensiert: Tom Hillenbrand: Hologrammatica. Gerade begonnen habe ich mit Jessie Burton: Das Geheimnis der Muse

GESCHAUT: die dritte Staffel von "Being Erica" auf DVD (beim Bügeln...) Kennt jemand von Euch die Serie?



GELACHT: über dieses Ballett. Ich habe mich sofort mit der bebrillten Ballerina identifiziert - und nicht nur, weil ich eine Brille trage...

GENOSSEN: blauen Himmel und Sonne am Aschermittwoch. Sofort strömten die Leute hinaus. Die Bauern haben schon Felder umgepflügt und fleißig die Wiesen gemistet...



GENÄHT: Nickikleid und -hosen, Bluse und Jerseyjacke für die Lockenmädchen

GESCHICKT: ein Geburtstagspäckchen für die Tochter nach Vermont - und es ist bereits angekommen (erstaunlich, weil ich es mit der deutschen Post versandte...)

GEHÖRT: die gute Nachricht, dass Deniz Yücel frei ist. Astrid hat hier wieder Interessantes dazu kommentiert und gesammelt.




GEENDET: ist die Fasnacht. Und sogleich wurde der Narrenbaum am Waldrand entsorgt. Sollen jetzt Fuchs und Has' mit bunten Bändern durch den Wald tanzen? (Ich will ja hier nicht ständig die Spaßbremse rauskehren, aber so manches hinterlässt ein großes Fragezeichen auf meinem Gesicht...)

GESCHMUNZELT: ein Book Blind Date ist doch auch mal eine lustige Idee, oder?

GENERVT: dass sich die Wetterprognose für die kommende Woche jeden Tag ändert. Eigentlich hatte ich ja gedacht, meinen Friseurtermin auf einen schneefreien Tag gelegt zu haben - denkste...



Wie war Eure Woche? Habt Ihr schon frühlingshafte Deko ausgepackt und Frühlingsblüher zur Stimmungsaufhellung besorgt?

Mal schauen, ob ich mir heute auf dem Markt oder in der Stadt irgendetwas besorge, was meine Stimmung hebt. Ein paar Forsythienzweige vielleicht oder etwas besonders Leckeres zum Kaffee, hmmm....


verlinkt bei Andreas (Karminrot) Samstagsplausch
und Katjas (die raumfee) In Heaven
 

Freitag, 16. Februar 2018

Tom Hillenbrand: Hologrammatica {Bücher}

Neuerscheinung des Monats Februar: 
Spannung pur! Ein intelligentes und hintersinniges Vergnügen.




Eigentlich ist weder Science Fiction noch Thriller mein Genre, und dennoch hat mich die Kombination aus beiden verlockt. Ich bin auch wirklich nicht enttäuscht worden.

Tom Hillenbrands "Hologrammatica" verspricht schon mit dem Cover, dass man sich von interessanten Scheinwelten überraschen lassen kann.

Wir tauchen ein in das Leben im Jahre 2088, das sich technisch stark von unserer Gegenwart unterscheidet. So legt sich ein Holonet über die Oberflächen der Stadt, der Häuser, der Inneneinrichtungen und schafft ein schönes Bild, hinter dem sich oft genug eine hässliche, und nun nicht mehr sichtbare Realität befindet. Selbst ganze Denkmäler lassen sich damit darstellen, ohne wirklich vorhanden zu sein. Kein Wunder, dass die Menschen ihr Äußeres ebenso damit verändern und glätten.
Verschiedene Ereignisse haben die Bevölkerung in der Vergangenheit dezimiert und die Sicherheitsbestimmungen verändert. Der Klimawandel hat inzwischen eine Wanderung der Bevölkerung in Richtung kühlerer Regionen bewirkt.
In diesen Umbruchszeiten erhält der Londoner Quästor Galahad Singh, eine Art Privatdetektiv, der verschwundene Personen sucht, einen Auftrag, nach einer jungen Computerexpertin zu fahnden, die seit kurzem vermisst wird. Sie ist in einer aufsteigenden Branche tätig, denn die Möglichkeit, das eigene Gehirn in einer digitalen Form herunterzuladen und in einem anderen, neuen Körper ein Upload durchzuführen, boomt.   



Galahad Singh ist schon ein ganz spezieller Ermittler, mit dem man erst warm werden muss, der dem Leser dann aber sehr ans Herz wächst. Seine Persönlichkeit und seine Biographie wird im Laufe der Geschichte zunehmend vertrauter, indem sie  in den Handlungsablauf spannend eingeflochten wird.
Der Fortgang der Geschichte wird aus seiner Perspektive erzählt.
Er behandelt seinen Begleiter (mich, den Leser) so als wäre er ein Zeitgenosse, dem er manches an Technik oder geschichtlichen Hintergründen erst genauer erklärt, wenn er es für seine Ermittlungen wichtig erachtet.
Aufmerksames Lesen lohnt sich, denn so lassen sich Details und komplexe Zusammenhänge erkennen und erschließen.

Der Handlungsverlauf hält einen hohen Spannungsbogen und sein Tempo bis zum Ende durch. Die Ideen und Überraschungen gehen dem Autor nicht aus. Sowohl sein Protagonist als auch seine Geschichte sind wirklich unkonventionell, auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Mich hat das hervorragend geschriebene Buch ungemein gefesselt. Es hat mich förmlich aus meiner Gegenwart gesogen...
Wenn ich auf der letzten Seite dann traurig bin, mich vom Protagonisten zu verabschieden, dann ist das eine echte Leseempfehlung.

Tom Hillenbrand:
Hologrammatica. Thriller.
KiWi Taschenbuch 2018



Donnerstag, 15. Februar 2018

Eye - Poetry # 13 - Die kreative Herausforderung für Februar / März


Bis zum Monatsende freue ich mich über Eure Verlinkungen zum Lerchengedicht. Der Vogelgesang ist ein feiner Auftakt zur neuen Aufgabe, die ich Euch heute auf den Weg gebe.

Ja, der Winter krallt sich noch mal so richtig fest... Doch die Eye-Poetry #13 fasst jetzt ganz keck schon mal den Frühlingsanfang ins Auge. Zwar liegt der meteorologische Frühlingsanfang erst am 1. März und der astronomische am 20. März, aber wir wollen uns ja stimmungsmäßig schon einmal vorbereiten. Und kreativ aufwärmen sowieso...

Es wurde auch mal wieder Zeit für ein Zitat aus einem Roman. Auf Astrid Lindgren als Autorin können wir uns doch bestimmt einigen. Ich glaube, ich muss nicht viel über sie erzählen. Wer von uns kennt sie und ihre Romane nicht (und falls nicht, solltet Ihr schnurstracks in die nächste Buchhandlung gehen. Gute Kinder- und Jugendbücher kann man mit größtem Genuss auch noch als Erwachsener lesen und lieben.)

Dann also los!



"Eine Weile standen sie schweigend da und lauschten dem Zwitschern und Rauschen, dem Brausen und Singen und Plätschern in ihrem Wald. Alle Bäume und alle Wasser und alle grünen Büsche waren voller Leben, von überall erscholl das starke, wilde Lied des Frühlings. "Hier stehe ich und spüre, wie der Winter aus mir herausrinnt", sagte Ronja. "Bald bin ich so leicht, dass ich fliegen kann."

aus Astrid Lindgren: 'Ronja Räubertochter'



Am 14. März werde ich  nachfragen, was Euch an interessanten Ideen in den Sinn gekommen ist. Dann hat der Frühling ja schon meteorologisch begonnen...
Vom 14.  bis zum 31. März habt Ihr dann wieder Zeit zum Verlinken.

Hier noch einmal die Spielregeln:

Eure Möglichkeiten sind weit gefächert, je größer am Ende die Vielfalt, desto interessanter ist es doch.

* Eye Poetry - was ist damit gemeint?
"Lyrik fürs Auge" -  Literarisches für das Auge umgesetzt.

* Idee:
An jedem 15. eines Monats stelle ich ein Gedicht, ein Zitat oder ein kurzes Stück Prosa vor.
Wir haben einen Monat Zeit,  einen ganz persönlichen kreativen Weg zu finden, den Text für das Auge umzusetzen, zu interpretieren und in eine neue, eigene Form zu gießen.
Die Form ist frei. Möglich sind z.B.

- Foto, Fotoserie, die speziell für die Eye-Poetry vorgestellt wird
- Darstellung in gemalter, gezeichneter, collagierter, gestempelter ... etc. Form
- künstlerische Installation oder Aktion
- Genähtes, gestricktes, gesticktes, gefilztetes, gekochtes, geschnitztes etc. Objekt
- Filmchen
- ...
- und - ja, wenn es zu einer Komposition inspiriert, würden wir es gern auf irgendeinem Weg auch gern hören!

Es gibt keinen falschen oder richtigen Zugang, sondern nur einen ganz persönlichen.
Es geht nicht um Perfektionismus, sondern um kreatives Schaffen, Spaß, Inspiration.
Jeder wählt die Form, die ihm gerade passend erscheint, an der er Spaß hat, wofür gerade die Zeit übrig ist. Und manchmal ist dann vielleicht auch der Zufall im richtigen Moment zur Stelle.

* Vorstellung
Teilnehmen könnt Ihr mit einem eigenen Blog-Posting. Am 14. des Folgemonats verlinkt Ihr die Darstellung Eurer Ergebnisse auf meinem Blog.
(Am besten, ihr sucht für das Thumbnail-Image, das dann hier auf dem Blog erscheint, Euer Ergebnis aus).
Spannend wäre es, wenn Ihr Eure Idee und den Weg dahin schildern würdet. Am Ende sollte auf jeden Fall das  Objekt / Foto/ Bild/ ... stehen mit dem zugrunde liegenden Zitat.

Bedingung ist nur, dass es keine älteren Beiträge sind und/oder die nicht in Zusammenhang mit unserem Projekt erstellt wurden. (Kommerzielle oder Werbung tragende Links sind unerwünscht, da bitte ich um Euer Verständnis).

Gern dürft Ihr diesen Button mit auf Euren Blog nehmen:



Wenn mal die Sonne durchblinzelt und sich ein milder Tag ankündigt, dann geht raus in die Natur, bestimmt werden die Inspirationen wie von selber fließen... Bei Regen, Schnee und "usseligem" Wetter - Augen zu und träumen. Berichtet Mitte März, was bei Euch gewirkt hat...

Mittwoch, 14. Februar 2018

Eye - Poetry # 12 - Zeigt doch mal her!


Es ist wieder soweit, an dieser Stelle sammele ich wieder Eure Einfälle zur Eye-Poetry #12. Wer noch nicht weiß, wie es funktioniert, kann es an dieser Stelle nachlesen.

Ich hab fleißig die Futterhäuschen befüllt, damit die tirillierende Vogelwelt den Winter übersteht. Spatzen, Meisen und Rotkehlchen haben sich bedient. Draußen in der Natur habe ich schon so manchen Vogel singen hören. Stimmt, gerade am Ende des Winters hebt der Gesang die Stimmung immens.
Hat das Eure Inspiration beflügelt oder bereichert?

Unser Ausgangspunkt war das Lerchenlied von Johannes Trojan...



Das Lerchenlied

Der Tag bringt seine Sorgen,
mich lässt es unbeschwert,
das macht, ich hab am Morgen
die Lerchen singen gehört.

Nun geh ich durch die Menge,
geh ruhig und mit Lust,
weiß keiner, was für Klänge
ich trag in meiner Brust.

Es klang so süß und labend,
rief Mut und Hoffen wach.
Den Tag lang bis zum Abend
klingt's mir im Herzen nach. 

Johannes Trojan


Mir ist so manches durch den Kopf gegangen, viele Ideen sind gekommen und wurden wieder verworfen. Eigentlich dachte ich an etwas Genähtes, aber an der Nähmaschine sitze ich im Moment eh ständig. Puh, am Ende wurde die Zeit echt knapp.... Mir hat tatsächlich ein Spaziergang durch den Park geholfen.

Idee: ich wollte mich ganz vom Lerchengesang einnehmen lassen, der Vogel durfte gerne das Kommando übernehmen, nicht nur in der Brust, sondern auch im Kopf. Lied und Herz sollten ineinander übergehen. 

Material: Papiere aus dem Fundus, Farbstifte, Kleber, feine Papierschere, Hintergrund Papierkarte

Entschieden habe ich mich für die Haubenlerche, weil ihre Silhouette einfach eindeutiger ist.




Jetzt bin ich aber wirklich megagespannt auf Eure Ideen. ....
Die Verlinkung hat bis zum 28. 2. geöffnet, das Zeitfenster ist also etwas kleiner als im letzten Jahr.



Dienstag, 13. Februar 2018

Mit dem Fahrrad.... {Tell a story}



Jaja, das mit dem Fahrrad ist wirklich so eine Geschichte für sich... Mein Fahrrad ist nicht rosa, sondern gelb und auch nicht so wunderschön nostalgisch. Aber es steht still.

Früher bin ich jeden Morgen mit den beiden Hunden (die jetzt nicht mehr unter uns sind) los in die Felder, Wiesen und den Wald gefahren. Sie liefen frei am Rad und bestimmten das Tempo. Falls es mal nötig war, kamen sie kurz an den "Springer" (Anleinvorrichtung am Rad). Es war wirklich herrlich, wir waren bei jedem Wetter unterwegs, außer bei Glatteis.... 

Mein Traum, auch mit dem Lockenhund neben mir auf dem Rad unterwegs zu sein, kann ich leider knicken, dafür ist ihr Jagdtrieb zu groß. Und dreißig Kilo Hund ziehen notfalls auch ein Rad quer hinter sich durchs Unterholz.

Vielleicht sollte ich mein Rad auch als Blumenständer benutzen?
Ob ich es im Frühling mal wieder raushole und ohne Hund bergauf und bergab radele... mal sehen...

Setzt Ihr Euch oft aufs Fahrrad? Eher als Sport oder fürs alltägliche Vorwärtskommen?

verlinkt bei Emmas Fotochallenge Tell a Story


Montag, 12. Februar 2018

12 von 12 im Februar

Heute sind gewiss viele Karnevals-/Faschings-/Fanachtsfotos auf Euren Blogs zu sehen. Meine zwölf Fotos vom Zwölften sind zwar bunt, aber gänzlich fasnetsfrei.



1 Dafür buntes Treiben auch in der Zeitung. Frage beim Frühstück, wo die Politikseiten aufhören und die Fasnetsseiten anfangen...

2 Die Vögel füttern wie jeden Tag, dabei fällt mein Blick auf die Blumen 


3 Schnell noch die Blumen versorgen und dann den Hund überreden, dass seine zweite und meine erste Runde ansteht.

4 So, wegen dieser minimen Schneemenge habe ich mich also ins Winteroutfit gestürzt....



5 Der Hund findet es vergnüglich draußen, ich finde hingegen den Wind fies

6 Die Hundebesitzer sammeln artig die Hundehäufchen ein. Es wäre ja nett von der Gemeinde, wenn sie dies mit mehr Robidog-Kisten belohnen würde



7 Daheim wärme ich mich mit Kaffee und Müsli (warm) auf, schneide, mische, rühre und veranstalte wieder mal eine Riesensauerei

8 und backe zwei Kürbisbrote



9 Aus dem jadefarbenen Nickistoff (die Farbe kommt auf dem Foto nicht richtig raus, werden ein Kleid und zwei Hosen für die Kleinen

10 Draußen graupelt und schneit es abwechselnd, aber die Hunderunde steht an, da hilft nichts 


11 Spannende Aussichten während wir unterwegs sind. Daheim setze ich zum ersten mal am Tag vor den PC

12 Heute abend beginne ich mit der neuen Leküre. Vorher schaue ich aber noch bei Caro (draußennurkännchen) rein, um zu sehen, wie der Rosenmontag anderswo verlaufen ist. 

Samstag, 10. Februar 2018

Ein bisschen Narrheit...

"Ein bisschen Narrheit, das versteht sich,
gehört immer zur Poesie...."

Heinrich Heine


GEDACHT: eigentlich finde ich es ja lustig, wenn in der Stadt Zauberer, Piraten und Hexen unterwegs sind. Warum machen wir das nicht immer so? Es entspannt vielleicht ungemein, wenn man mal als Frosch oder böse Fee zum Einkaufen geht, wenn einem danach ist. Und keiner würde komisch gucken....

GEBLICKT: nach oben, wenn der Himmel mal NICHT grau war


GEKNIPST: die Himmelsstimmungen über der Halbinsel Mettnau



GELACHT: was für verrückte Museen es gibt. Wer hätte gedacht, dass Giessen über ein Giesskannenmuseum verfügt?

GELESEN: Tom Hillenbrand: Hologrammatica. Ich werde mal darüber berichten, wenn ich den Science-Fiction Thriller beendet habe. Das ist sonst ja nicht mein Genre, aber das Buch gefällt mir bislang sehr gut.


GEKRIEGT: Frühlingsgefühle, wenn mal die Sonne geschienen hat und der blaue Himmel zu sehen war.

GEHOFFT: dass dieses Jahr nicht wieder im April ein Wintereinbruch kommt. Der Walnussbaum oben darf dieses Jahr gern mal wieder Nüsse tragen. Im letzten Jahr kam der Frost genau zur Blütezeit.



GENÄHT: beim Nähen bin ich ja schon im Frühling angelangt, obwohl bei den Lockenmädchen in Vermont noch Winter herrscht. Zwei Frühlingskleider und ein schönes weites Raglanshirt habe ich genäht, sowie eine Kleinigkeit für meinen Bruder.

GESTAUNT: blühende Kamelien auf der Mainau (das ist doch eine auf dem unteren Foto, oder?) und Märzenbecher Anfang Februar



GEIMPFT: gegen FSME, die Auffrischung war fällig. Hoffentlich gibt es dieses Jahr nicht wieder so viele Zecken, aber der milde Winter lässt es befürchten.

GEBUMMELT: durch die Stadt am Morgen, gerade als die Geschäfte geöffnet hatten.




GESTAPFT: durch den Schnee, ja, wir haben auch ein bisschen Schnee abbekommen. Ich dachte schon, wir würden leer ausgehen.

GESEHEN: dass wir an diesem Morgen hier als erste unterwegs waren. Leider war am Nachmittag das Weiß wieder dem Grau gewichen.




GETANZT: Keine Sonne in Sicht? Dann tanzt Euch doch eine herbei: Another day of sun!!

GEZEIGT: Wie Elche durch den Schnee staksen hat das große Lockenmädchen (siehe unten) auf dem Weg zur Straße, wo es auf den Schulbus warten muss.



GESPANNT: bin ich, ob es wirklich bei uns morgen und übermorgen schneien wird. Auf jeden Fall nicht so viel wie in Vermont.  (Hoffentlich kommt der Schulbus bald, sonst ist das Hinterteil doch irgendwann kalt....)


Auf meinem Nähtisch liegt schon Material für ein Kleid und zwei Hosen aus Nickistoff zugeschnitten bereit. Dann kann ich nachher ja gleich loslegen. Außerdem befindet sich mein eigener Beitrag für die Eye-Poetry #12 immernoch in der Planungsphase, allmählich wird es Zeit....

Morgens bin ich aber wieder auf dem Wochenmarkt und in der Stadt unterwegs. Mal sehen, ob in der Fasnacht viele Stände auf dem Markt fehlen. Unser Stammbäcker jedenfalls hat geschlossen. Ich hätte Lust, noch mal ein Kürbisbrot zu backen, das würde ja gut passen.

Werft Ihr Euch in den nächsten Tagen ins Kostüm oder Narrenhäs?

Macht Euch ein schönes buntes Wochenende !!

verlinkt bei
Andrea (Karminrot - Samstagsplausch)
Katja (die raumfee - In Heaven)

Donnerstag, 8. Februar 2018

Leben im Winter, mit dem Winter und trotz des Winters ... {Blickwinkel Vermont}

Findet gerade ein bisschen Winter bei Euch statt? Liegen Mütze und Handschuhe bereit?
Dass ist doch gerade der richtige Augenblick mal wieder hinüber in den Nordosten der USA, nach Vermont zu schauen. Dort sollte man sich auch in den nicht besonders gut zu beheizenden Holzhäusern warm anziehen... 
Dann gebe ich mal den Stab weiter, rüber über den Atlantik zu meiner Tochter. (Übrigens, ein Teil der  Fotos hat einen "natürlichen Blaustich", da zur blauen Stunde aufgenommen...)

Auf dem Schulweg

Andrea hat in diesem Blog ein schönes Zitat geteilt: "Der Winter ist keine Jahreszeit, sondern eine Aufgabe" (Sinclair Lewis)  - Das trifft hier in Vermont zu. Auch wenn meine 8jährige zu dem Zitat nur meinte: "Nein, Mama, dann gäbe es ja nur drei Jahreszeiten: Mud season, Sommer und Herbst!"

Jeden Winter muss man das Leben und die Farben, die dem Winterweiß trotzen, neu entdecken. - Und das macht Spaß.
Wir entdecken am liebsten Tiere und die Spuren der Tiere, die sich im Winter um uns herum meist ungesehen bewegen, "unsere" Driveways (Auffahrten zu den Häusern), das Eis der Seen oder Flüsse betreten oder unter unseren Autos Zuflucht suchen.

Wir haben hier einen Vogel, dessen Fußspuren jeden Morgen direkt vor unserer Haustüre zu sehen sind. Die Kinder rätseln: ist es eine Meise, einer der kanadischen Zugvögel "black eyed junco" (Winterammer), oder handelt es sich etwa um die Spuren eines der winzigen "kinglets" (Goldhähnchen)?

Vogelspuren

Die Füchse und Rehe benutzen unseren driveway, während die Kojoten und Truthähne ihn nur überqueren.

Der driveway
Was bringt Farbe in den Winter?
Beispielsweise die Rinde des "striped maple" Baumes. Sie ist wirklich gestreift und sieht wunderschön aus im Wald. Auch das Rot des roten Ahornbaumes ist plötzlich sichtbar in all dem Weiß.




Ab Februar, dem schneereichsten Monat hier kann man bis zur Schneeschmelze im April fast nur noch die Wege benutzen, denn der Schnee ist hier so hoch, dass auch Schneeschuhlaufen nur Erwachsenen möglich ist.
Schneemobile und ganz entschlossene Schneeschuhläufer treiben sich auch im ganz hohen Schnee herum.   Und die Elche.
Die haben ja lange Beine -  und nicht besonders viel Verstand (braucht man ja auch nicht bei so wenigen Fressfeinden...).



Heute war die Schule schon wieder mittags vorbei, wir sollten bis zu einem halben Meter Neuschnee bekommen. Die Straße ist noch nicht geräumt worden.
Wozu gibt es denn Schneereifen und Allrad?
Da hat man Zeit mit den Kindern Schneehöhlen zu bauen.



Und wenn einem dann zu kalt ist,  schaut man von drinnen dem Schneetreiben zu, und fragt sich, wessen Spuren man dann wohl am nächsten Tag bewundern darf.

Viel Spaß und Schnee (und Spaß IM Schnee)

wünscht Liv