Sonntag, 18. Juni 2017

"Pineapple" und "Log Cabin" - Von Blockhäusern und Ananas

Im Juni musste mein Monatsquiltblock für den Quilt-Along 6 Köpfe - 12 Blöcke ein paar Warteschleifen drehen, denn mein Nähtisch war mit Papieren und sämtlichem Zubehör für Collage- und Farbtechniken belegt.

Gesine (Allie-and-me) hat zur Halbzeit des Quiltprojektes gleich zwei wunderbare Tutorials für einen Juniblock vorgelegt.
Der Pineapple (Ananas)-Block hat seinen Ursprung im klassischen Log Cabin-Block, dem Sinnbild der ursprünglichen Siedlerhütte aus einfach bearbeiteten Baumstämmen.

Da das Mittelquadrat dann sozusagen die Feuerstelle des Hauses darstellt, durften jetzt auch wieder die Katzen aus den Januar- und Februar-Blöcken auftauchen, fand ich.


In den vergangenen Monaten empfand ich die ausgewählten Stofffarben als Frühlingsfarben. Deshalb musste ich jetzt unbedingt schauen, ob sie auch zum Sommer passen.
Kein Problem, diese Farben begegnen mir auch jetzt noch in der Natur.



 
Der Pineapple-Block wird sich fein in die bisherige Reihe einfügen. Der Log Cabin bildet nun meine Reserve. Vielleicht wandert er auf die Rückseite, oder auf ein passendes Kissen. Wir werden es sehen...

Die bisherigen Blöcke:







Samstag, 17. Juni 2017

Schattengewächs am Samstag {samstagsplausch}

"Viele Menschen sind gut erzogen,
um nicht mit vollem Mund zu sprechen,
aber sie haben keine Bedenken,
es mit leerem Kopf zu tun."

Orson Welles


GEFREUT: über die vielen Azurjungfern entlang unserer Wege auf den Hunderunden

GEZEIGT: die Ergebnisse der Eye-Poetry # 05 

GEKOCHT: die vorletzten Spargelgerichte, denn die Saison geht jetzt dem Ende entgegen. Wildspargel ergattert und für einen Spargel-Fenchel-Flammkuchen verwendet


GEWARTET: auf nächtlichen Regen nach diesem Abendhimmel. Doch die Gewitter- und Regenwolken zogen mal wieder rechts und links an uns vorbei. Dafür habe ich aber wenigstens einen schönen Himmelsblick für Katja (die raumfee/In Heaven) ergattert.

GENÄHT: gleich zwei neue Quiltblöcke (zeige ich morgen). Zwei Sommerkleidchen für die Mädels, denn am Montag macht sich das Paket auf den Weg. Da mein kleines Neruda-Gedichtbüchlein endlich fertig ist, befindet sich der Nähtisch auch wieder in einem annehmbaren Zustand.

GELESEN: den Ergänzungsband zu R.J. Palacios bekanntem Debüt: "Wunder. Julian, Christopher und Charlotte erzählen." und M. Bosch: "Bohéme am Bodensee. Literarisches Leben am See 1900 bis 1950" (ein gewichtiges Buch, nicht nur fürs Hirn, sondern auch für die Armmuskeln) angefangen. Jeden Tag ein Kapitel...


GEROCHEN: am Holunder und an Rosen, diese Hundsrose duftete besonders fein

GEMOCHT: Abendlicht

GESCHNITTEN: meine Haare, angesichts dieser Sommertemperaturen und anstehender Operation empfahl sich eine kürzere Frisur. Dieses Mal hat im Salon ein Mann die Schere und den Fön über meinem Haupt geschwungen - mit Verständnis für meine Haarwellen.


GEFRAGT: wie es weiter gehen wird...

GESCHIMPFT: über die Zecken. Entweder gibt es in diesem Jahr mehr als sonst, oder die Wirksamkeit des (giftigen) Zeckenabwehrmittels für den Lockenhund lässt nach. Ob die Zeckenmonster eine Resistenz entwickeln?

GEKAUFT: einen Gedichtband mit Werken von Emily Dickinson. Von ihr stammt auch das Thema der neuen Eye-Poetry # 06


Eigentlich sollte der Lockenhund ja mit Herrn Holunder an diesem Sonntag eine weitere Mantrailing Prüfung ablegen. Doch bei den angesagten Temperaturen müssen die Fortgeschrittenen jetzt auf einen anderen Termin ausweichen. Bis sie an der Reihe sein würden, wäre es viel zu heiß (für das schwarzen Lockenfell besonders).
Wenn es nach mir ginge, bräuchte es eh nicht wärmer als 24 Grad zu werden. In der Sonne würdet Ihr mich eh vergeblich suchen, ich bin eher ein Schattengewächs, da ich extrem schnell einen Sonnenstich und Sonnenbrand bekomme.
Ist noch ein Platz unter dem Sonnenschirm frei beim Samstagsplausch meiner Namensvetterin ? Für mich dann bitte eine erfrischende Rhabarber-Schorle.
Und Ihr? Sonnenanbeter oder Schattensucher?
Ein schönes Wochenende


Freitag, 16. Juni 2017

Eye-Poetry # 06 - Die kreative Herausforderung für Juni /Juli


Kaum öffnete sich gestern die Link-Party für die Eye-Poetry # 05 ( bis zum 14.7. dürft Ihr Euch gern noch weiter von Pablo Neruda inspirieren lassen), schiebe ich gleich schon die nächste Aufgabe nach.

Endlich wollte ich mal ein Gedicht einer Frau als Inspirationsquelle für unsere Challenge auswählen. Lange habe ich danach gesucht, gefunden, verworfen und wieder alles von vorne begonnen.

Entschieden habe ich mich dann für eines der bekannteren Gedichte  der bedeutenden amerikanischen Dichterin Emily Dickinson (1830 - 1886). Ihr dichterisches Werk wurde erst nach ihrem Tod veröffentlicht und wirkt ungemein modern, ihrer Zeit weit voraus. Emily Dickinsons Leben in einem puritanischem Provinznest war von Einsamkeit und Krankheit bestimmt. Ihr Elternhaus hat sie kaum verlassen, Dabei ist sie hochbegabt und intellektuell gewesen. Ihre Lyrik kommt mir oft wie ein klarer Kristall vor.
An die Übersetzung haben sich schon manche gewagt, ihr dürft es auch tun, ich habe den englischen Originaltext gleich dazu gesetzt.


Gedicht 1776

To make a prairie it takes a clover and one bee,
One clover, and a bee.
And revery.
The revery alone will do,
If bees are few.  

Für eine Wiese braucht es Klee und Bienen,
Je eins von ihnen.
Und Träumerei.
Die Träumerei tut's auch allein, 
Bei wenig Bienen.

Emily Dickinson 



Der Sommer bringt gewiss seinen Part an Anregungen mit. Ich bin sehr gespannt, was für eine Vielfalt sich Mitte Juli wieder vor uns ausbreiten wird!

Am 15. Juli werde ich  nachfragen, was Euch an interessanten Ideen in den Sinn gekommen ist. Vom 15. Juli bis zum 14. August habt Ihr dann wieder Zeit zum Verlinken.

Hier noch einmal die Spielregeln:

Eure Möglichkeiten sind weit gefächert, je größer am Ende die Vielfalt, desto interessanter ist es doch.

* Eye Poetry - was ist damit gemeint?
"Lyrik fürs Auge" -  Literarisches für das Auge umgesetzt.

* Idee:
An jedem 16. eines Monats stelle ich ein Gedicht, ein Zitat oder ein kurzes Stück Prosa vor.
Wir haben einen Monat Zeit,  einen ganz persönlichen kreativen Weg zu finden, den Text für das Auge umzusetzen, zu interpretieren und in eine neue, eigene Form zu gießen.
Die Form ist frei. Möglich sind z.B.

- Foto, Fotoserie
- Darstellung in gemalter, gezeichneter, collagierter, gestempelter ... etc. Form
- künstlerische Installation
- Genähtes, gestricktes, gesticktes, gefilztetes etc. Objekt
- Filmchen
- ...

Es gibt keinen falschen oder richtigen Zugang, sondern nur einen ganz persönlichen.
Es geht nicht um Perfektionismus, sondern um kreatives Schaffen, Spaß, Inspiration.
Jeder wählt die Form, die ihm gerade passend erscheint, an der er Spaß hat, wofür gerade die Zeit übrig ist. Und manchmal ist dann vielleicht auch der Zufall im richtigen Moment zur Stelle.

* Vorstellung
Teilnehmen könnt Ihr mit einem eigenen Blog-Posting. Am 15. des Folgemonats verlinkt Ihr die Darstellung Eurer Ergebnisse auf meinem Blog.
(Am besten, ihr sucht für das Thumbnail-Image, das dann hier auf dem Blog erscheint, Euer Ergebnis aus).
Spannend wäre es, wenn Ihr Eure Idee und den Weg dahin schildern würdet. Am Ende sollte auf jeden Fall das  Objekt / Foto/ Bild/ ... stehen mit dem zugrunde liegenden Zitat.

Bedingung ist nur, dass es keine älteren Beiträge sind und/oder die nicht in Zusammenhang mit unserem Projekt erstellt wurden. (Kommerzielle oder Werbung tragende Links sind unerwünscht, da bitte ich um Euer Verständnis).

Gern dürft Ihr diesen Button mit auf Euren Blog nehmen:


Viel Spaß! Wir treffen uns mit unseren Ergebnissen dann hier am 15. Juli.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Eye - Poetry # 05: Zeigt doch mal her!


Ging es Euch auch so, dass dieses Gedicht Euch vor ungeahnte Herausforderungen stellte? Naja, meist ist man ja selber dafür verantwortlich, welches Ausmaß die Folgen von Inspirationen annehmen...
(Wer noch ein paar Infos oder Auffrischung braucht, wie diese Challenge abläuft, schaut hier nach.)

Die Königin

Ich hab dich zur Königin ernannt.
Größere gibt es, größer als du.
Reinere gibt es, reiner als du.
Schönere gibt es, schöner als du.

Doch du bist die Königin.

Wenn du durch die Straßen gehst,
erkennt dich keiner.
Niemand sieht deine Krone aus Kristall, niemand schaut
den Teppich aus rotem Gold,
den jeder Schritt von dir betritt,
den Teppich, der gar nicht da ist.

Und wenn du erscheinst,
rauschen alle Flüsse
in meinem Körper auf, rütteln
die Glocken am Himmel,
und ein Hymnus erfüllt die Welt.

Nur du und ich,
nur du und ich,
meine Liebe,
hören ihn tönen.

Pablo Neruda



Für mich bietet die Eye-Poetry Challenge ganz allgemein die Möglichkeit, verschiedene Arbeitstechniken und kreative Methoden auszutesten.
Was liegt mir? Was macht mir Freude? Womit komme ich in den "Flow"? - Und natürlich: was ist so gar nicht mein Ding?
Das sind eigentlich die Fragen, die mich leiten, wenn ich ins praktische Tun komme.
Bei den bisherigen Ausgaben der Eye-Poetry habe ich meine Inspirationen zu den Texten  versucht, möglichst unterschiedlich umzusetzen.

01 Nähen (Quilten)
02 Nähen (Applizieren, Freihandnähen)
03 Fotografie
04 Collage

Manches Mal wird man dann aber auch von der Inspiratioen förmlich überrollt und muss schauen, wie man sie realisieren kann.

Eigentlich dachte ich, dass ich bei diesem Gedicht ins Figürliche gehen könnte, doch dann traf mich bei wiederholtem Lesen halt eine ganz andere Idee und hebelte diesen Plan aus.
Ich mag es, wenn literarische Texte für Kinder umgesetzt werden (z.B. Shakespeares Sommernachtstraum als Bilderbuch).So etwas wollte ich anhand der "Königin" von Neruda auch versuchen. Ich hatte auch gleich ein kleines vierjähriges Mädchen vor Augen, dem ich damit etwas sagen wollte.

Idee:
Umsetzung des Gedichtes in ein Bilderbuch.
Das heißt, dass ich mich mit dem Text auseinandersetze und schaue, in was für kindliche Bilder ich ihn transferiere. Da tauchen eine Menge Themen auf, die ich bewegen musste, ab und an habe ich einen Blick auf den Originaltext oder die englische Übersetzung getan, um noch näher heran zu kommen (den Rest erspare ich Euch, ich habe u.a. Literatur studiert, der Bereich ist da eher lustbetont. die Umsetzung dann mit Schere, Papier, Klebstoff, Farbe, Stift und Pinsel ist da viel komplizierter...).

Medium:
Da ich mir vorgenommen hatte, wieder eine neue Arbeitstechnik anzugehen, wollte ich den Gelatinedruck ausprobieren, dem ich bislang immer ausgewichen bin. Der Gellidruck sollte den Hintergrund bilden für die Collagetechnik.
Und sieh an, so schwierig wie vermutet, war das auch gar nicht. Die Gelatineplatte ist auf Anhieb gelungen. Hier möchte ich unbedingt ein bisschen weiter einsteigen, als jetzt bei diesem Projekt.

Nach Fertigstellung habe ich die Bilder eingescannt und mittels Internet ein Foto-Büchlein daraus gemacht mit der deutschen und englischen Übersetzung des Gedichts. Wenn es fertig ist, werde ich es hier nochmal zeigen.
Hier unten sind jetzt die Originale mit dem deutschen Text zu sehen.












Ich bin gespannt, wie das kleine Mädchen das Büchlein aufnehmen wird. Habe ich die richtigen inneren Bilder getroffen?

Doch nun endlich zu Euch. Was für Inspirationen sind Euch zu Nerudas Gedicht gekommen?  Wie habt Ihr sie aufgenommen und umgesetzt? Wie habt Ihr Euch dabei gefühlt?

Ich habe dieses Mal ein kleines technisches Problem, so dass es heute keine Fotovorschau beim Verlinken geben wird.  Vielleicht kann ich sie im Laufe der nächsten Tage nachreichen und einarbeiten.  
Verzeiht es mir, beim nächsten Mal wird es wieder wie immer ablaufen! 

Falls Ihr Probleme beim Verlinken haben solltet, schreibt bitte den Link in Euren Kommentar, so dass ich versuchen kann, hilfreich einzugreifen.

Zusätzlich werde ich hier noch einmal die TeilnehmerInnen mit Namen und gleichzeitiger Verlinkung zum Anklicken aufführen. Danke an: Heide/ Heidekind, Jutta /Digital Wonderland, Eva/ verfuchstundzugenäht, Pia/ Pias Blog, Mano/ Manoswelt, Eva/ RundumLudwigsburg, Susanne/ NahtlustAstrid/ Lemondedekitchi       

Hier geht es zur Verlinkung: (bitte beachten - der jüngste Beitrag wird immer zuoberst aufgeführt) : 

Samstag, 10. Juni 2017

Sturmkirschen und Holunderhimmel {samstagsplausch}

"In Zeiten globalen Betrugs gilt es als revolutionäre Tat,
wenn man die Wahrheit sagt."

George Orwell



GELACHT: über Sturmkirschen... Immerhin haben sie den späten Wintereinbruch überstanden, jetzt trotzen sie stürmischen Böen.

GELESEN: P. Ness und S. Dowd: 'Sieben Minuten nach Mitternacht', sehr eindrucksvoll und sehr bewegend.
Gerade habe ich nochmal eines meiner Lieblingsbücher R.J. Palacio: 'Wunder' hervor geholt, um es hintereinander mit ihrem Folgeband 'Wunder - Julian, Christopher und Charlotte erzählen' zu lesen.

GEPLANT: eine Operation


GENERVT: weil keine Fahrt über die Alpen zum Berghäuschen in diesem Juni möglich ist, also bleibt auch diese Woche nur der Blick hin zu den Bergen

GEFREUT: über die lieben Grüße von Nicole und die feine Karte von Birgitt.  Ein herzliches Dankeschön an Euch beiden!

GEMERKT: dass sich die geliebte Spargelzeit schon wieder dem Ende zuneigt. Michaela hat schnell noch ein Genussrezept vorgelegt. Mmmmh. (Schnell noch kochen, denn nach der OP wird es sich bestimmt schlechter schlucken lassen...)



GEROCHEN: Holunderblütenduft überall - hier ein echter Holunderblütenhimmel

GEZÄHLT: ein neues Lebensjahr für mich und zeitgleich für die große Tochter

GELUNGEN: meinen Beitrag zur Eye-Poetry # 05  fertigzustellen. Zumindest ist er jetzt wenigstens vorzeigbar...

GESESSEN: in Wartezimmern


GESEHEN: dass auf dem großen Feld wieder eine Bienenweidenmischung gesät wurde und schnell noch die Sämchen, die ich geschenkt bekommen habe daheim im Kübel auf der Terrasse eingebracht.

GESTAUNT: dass sich  die freche Spatzenschar, die sich über meine Ganzjahresfütterung freuen darf, an unseren Monatserdbeeren gütlich getan hat


Da jetzt endlich der Nähtisch wieder frei ist, hoffe ich am Wochenende  "schnell" noch die Kleidchen für die Mädels fertig zu nähen, um Anfang der Woche  ein Paket Richtung Staaten abzusenden. Dann wartet auch noch der Quilt-Block für den Monat Juni auf mich.
Am 15. steht dann die Link-Party für die Eye-Poetry an. Da bin ich schon gespannt auf die Beiträge.

Am Wochenende soll es ja schön warm werden, da können wir doch den Kaffee gleich draußen im Freien einnehmen.
Ich hätte gern einen Eiskaffee...!
Mal sehen, was Andrea bei ihrem Samstagsplausch so serviert.
Falls Katja wieder einmal Himmelsblicke sammelt, habe ich heute ja einige dabei.

Donnerstag, 8. Juni 2017

** Die Tiere und ich ** in 15 Fakten

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation
kann man daran messen,
wie sie die Tiere behandeln."

Mahatma Gandhi


1 Schon als Kind war ich wohl eine große Tierfreundin.  Statt mit Puppen spielte ich lieber mit Stofftieren. Zwar hatten wir (anfangs) keine Tiere im Großstadthaushalt, aber ich lernte sie angstfrei kennen und berühren. Ich hab da gleich Fotos vor Augen, die mich mit Schafen und Katzen zeigen, und einen Urlaub auf dem Bauernhof mit Kühen in Erinnerung.  


2 Mein Vater erzählte oft die Geschichte des Schäferhundes in seiner Kindheit. Ob dies den Keim zu meiner Liebe zu Hunden legte?


3 Von meinem ersten Schultag blieb mir nur in Erinnerung, dass mir ein großer Hund entgegen kam, während meine Mutter weit hinter mir lief. Ach, ich fand den Hund einfach nur grandios. Was sonst noch an dem Tag geschah? Keine Ahnung, war wohl nicht so wichtig. Dass einer meiner Mitschüler einen Airedale Terrier besaß, der mich im Überschwang der Begeisterung umwarf, weiß ich heute noch. Es steigerte meine Hundeliebe eher, als dass es sie dämpfte.


4 Klar, dass mein allergrößter Wunsch war, selber einen Hund zu haben. Oder ein Pferd. Trotz meiner Berechnungen, dass das gar nicht so teuer wäre, ließen sich meine Eltern nicht erweichen.


5 Mein erstes eigenes Tier war dann ein Wellensittich. Mein zweiter Wellensittich lernte das Sprechen und eine Menge unterhaltsamer Kunststücke.


6 Auf dem Gymnasium wählte ich Latein als zweite Fremdsprache, um das große Latinum zu machen. Das brauchte man doch, um Tiermedizin zu studieren. Das Latinum habe ich tatsächlich geschafft, die Abi-Note für so ein Studium leider nicht. Irgendwie waren die anderen beruflichen Alternativen immer nur zweite Wahl. So ist das, wenn man seiner eigentlichen Berufung beraubt wird.


7 Es sollten noch viele Jahre ins Land gehen, bis dann, als unsere jüngste Tochter im Kindergartenalter war und wir endlich einmal einen tierfreundlichen Vermieter hatten, ein schwarz-weißes Katzenbaby bei uns einziehen durfte. Unsere Katze stammte von der Insel Reichenau, verdankte ihren Namen 'Mio' einem Irrtum bezüglich ihres Geschlechtes und erwies sich als wahrer Haudegen.
Sie zog mit uns dreimal um, war stets der Schrecken der Straße, überlebte einen schweren Unfall und wurde 21 Jahre alt. Außerdem hatte sie keine Probleme im Laufe der Jahre drei Hunde in die Familie zu integrieren und trotzdem unangefochtene Chefin zu bleiben.


8 Obwohl ich schon im Grundschulalter ein Pferd anmahnte, habe ich erst zeitgleich mit meinen Töchtern reiten gelernt. Aber es war einfach zu spät, als dass es die große Leidenschaft wurde.


9 Eigentlich haben wir gebaut, weil wir endlich einen Hund haben wollten. Die Vermieter haben die Hundehaltung nie erlauben wollen. Unser Welpe wurde in dem Monat geboren, in dem wir ins Haus einzogen.


10 Wir hatten acht Jahre lang zeitgleich zwei Hunde (im Altersabstand von zwei Jahren) und knapp sieben Jahre lang drei Hunde. Nachdem die beiden alten vor anderthalb Jahren innerhalb eines Monats starben, verblieb nur noch der Lockenhund bei uns.
Ein Leben ohne Hund ist für uns einfach nicht mehr denkbar.


11 Mittlerweile gehöre ich auch zu jenen, die ganzjährig Wildvögel füttern. Rabenvögel finde ich schlau und spannend, über die zahlreichen Störche hier freue ich mich. Mein Verhältnis zu Schwänen allerdings ist eher ambivalent...


12 Kleintiere wie Meerschweinchen, Hamster oder Kaninchen sind nicht so meins. Dafür habe ich - wie auch früher - immernoch Freude an größeren Tieren wie Eseln, Schafen oder Ziegen.


13 Schmetterlings- oder Käfersammlungen sind mir ein Graus. Ich liebe es, diese Tiere in freier Natur zu beobachten. Mücken und Zecken stehen allerdings eher auf meiner schwarzen Liste.


14 Tiere esse ich nur selten und notgedrungen. Meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten machen es mir nicht möglich gänzlich auf Fleisch oder Fisch zu verzichten. Sonst wäre ich Vegetarier. (oder Fast-veganer, denn Milch vertrage ich ja auch nicht...).


15 Ich gebe zu, dass ich die Namen mancher Leute, die ich öfter treffe, nicht kenne, dafür aber den ihres Hundes. Vermutlich geht es anderen Hundemenschen auch so. (Nutzt ruhig die Kommentarfunktion als "Coming Out", sonst fühle ich mich so allein...;-)

Danke für dieses schöne Motto für Deine Juni-Linkparty, liebe Astrid und Dir, liebe Lotta, für das tierische Fotoprojekt.


Samstag, 3. Juni 2017

Von Blumen und Salatköpfen {samstagsplausch}

"In der Hoffnung den Mond zu erreichen,
vergisst der Mensch die Blumen, die zu seinen Füssen blühen."

Albert Einstein

Blüten vom Salbei, Pimpinelle, Olivenkraut und Basilikum


GEPFLÜCKT: ein Sträußchen Gewürzblüten aus dem Garten und ein paar Wiesenblumen

GELESEN: David Grossman: 'Zickzackkind', In der Warteschleife liegen bereits ein paar Bücher herum und scheinen schon ungeduldig mit den Blättern zu rascheln.

GEARBEITET: an meinem Beitrag zur Eye-Poetry # 05 , ein Mixed-Media Projekt

GENÄHT: nichts, denn das obige Projekt besetzt den Nähtisch komplett. Irgendwie muss mir da noch eine Lösung einfallen. Da tobt das Chaos ein bisschen zu wild...


GEKAUFT: ein paar Utensilien für das Projekt, vor allem ein vernünftiger Kleber, der sich mit dem Pinsel auftragen lässt.

GEÄRGERT: darüber, dass bestimmte Fachärzte es vorziehen, sich auf die Behandlung von Privatpatienten zu beschränken.

GENERVT: dass das Thema "wieder gesund werden" seit Februar unser Familienleben so extrem bestimmt.

GEFREUT: über das tolle Wetter. Nur Gewitter mag ich gerade nicht, da ich im Moment extrem wetterfühlig bin.

GENICKT: als ich die Zeichnung von Micah Player sah, die den Post von Gabrielle Blair einleitet.



GEDACHT: besser einen Salatkopf als Mr. President als den derzeitigen Hohlkopf. Von daher: dieses Buch würde ich gern haben. 'Salad for President'.

GEPLANT: noch schnell zwei Sommerkleidchen für die Mädchen und den Juni-Quilt-Block zu nähen. Mal schauen, wie sich das mit dem Bändigen des Chaos verknüpfen lässt (s.o.)...

GELERNT: dass 'Ventriloquist' die lateinisierte Form des Begriffs Bauchredner ist. Durch Zufall dazu den Link zu diesem jungen Mädchen und dem Kaninchen Petunia geclickt und nur noch gestaunt.

GESCHÄMT: dass ich den Geburtstag einer lieben Freundin vergessen habe. Menno!!!
Happy Birthday, liebe A.!!!!!! Wenn auch nur nachträglich.


Jetzt setze ich mich noch schnell an den Samstagsplauschtisch meiner Namensvetterin Andrea, höre mal, was Euch anderen so umtreibt und trinke eine Tasse Kaffee mit.
Dann muss ich aber wieder an mein Projekt, ich bin ein bisschen im Verzug. Kennt Ihr das auch, dass Ihr Euch gelegentlich bei der Arbeitsintensität eines Vorhabens verschätzt?
Aber in der Regel lohnt es sich am Ende doch, habe ich gelernt. Mein Eye-Poetry-Werk soll nämlich ein Geschenk werden, das hilft dann bei Motivationsdurchhängern.

Ein schönes Wochenende!