Samstag, 27. Mai 2017

Augen öffnen! {samstagsplausch}



Niemand sucht aus

Man sucht sich das Land seiner Geburt nicht aus,
und liebt doch das Land, wo man geboren wurde.

Man sucht sich die Zeit nicht aus, in der man die Welt betritt,
aber man muss Spuren  in seiner Zeit hinterlassen.

Seiner Verantwortung kann sich niemand entziehen.

Niemand kann seine Augen verschließen, nicht seine Ohren,
stumm werden und sich die Hände abschneiden.

Es ist die Pflicht von allen zu lieben,
ein Leben zu leben,
ein Ziel zu erreichen.

Wir suchen den Zeitpunkt nicht aus,
zu dem wir die Welt betreten,
aber gestalten können wir diese Welt,
worin das Samenkorn wächst, das wir in uns tragen.

Gioconda Belli



GEFREUT: über so herrliche Abendstimmungen, über Himmelslöcher, über Himmelsspiegelungen im Waldteich, Blumen auf den Wiesen und über alles mögliche Andere.

GECLICKT: wie jeden Tag die Erinnerung, dass es doch die kleinen Dinge sind die das tägliche Quäntchen Glück bedeuten

GELESEN: Margaret Atwood: 'Hexensaat' und David Grossman: 'Zickzackkind', beide gerade parallellesend. 'Hexensaat' mag ich sehr. Die Verfilmung von Shakespeares "Sturm", der dem Buch zugrunde liegt, schaue ich mir am Wochenende an.


GENOSSEN: jeden Moment draußen

GEBACKEN: Erdbeer-Rhabarber-Crumble


GESCHAUT: auf die Verwandlungskünste des Bachnelkenwurz (aber nur vom Wegrand aus, denn in den Wiesen überall lauern zur Zeit blutsaugende Monster, s.u.)

GEÄRGERT: dass jetzt auch der Mann von einer Zecke gebissen wurde. Jetzt liegen in den Autos auch noch Zeckenzangen.


GEPLANT: endlich mal Holunderblüten-Pfannkuchen zu backen.

GEÖFFNET: neun Gelatinetütchen und etliche andere Zutaten, um eine Gelli Platte herzustellen

GEKAUFT: Acrylfarben für den Gelatinedruck


GENÄHT: zwei Kleider für die Mädels im sommerlichen Design

GENERVT: dass mir immernoch nichts eingefallen ist, wo ich sie gut fotografieren kann


GETRAUERT: um die Opfer des schrecklichen Anschlags in Manchester. Um wieviel näher es rückt, wenn man den Ort und Menschen dort kennt. Der Lockenhund ist in Greater Manchester geboren, wir haben ihn dereinst dort direkt bei seinen Züchtern abgeholt, zu denen wir immernoch  Kontakt haben. Es geht ihnen und ihrer Familie gut...  Ich kann mich noch gut dran erinnern, wie wir zusammen gesessen hatten und sie von dem Bombenanschlag der IRA 1996 in der City erzählten...

GESEHEN: eines meiner Lieblingsbücher wurde verfilmt: Raquel .J. Palacio "Wunder" (Inhalt). Der Film (Trailer) wird im November 2017 in die amerikanischen Kinos kommen, hoffentlich bald danach auch bei uns.


Am Wochenende werde ich mal den Gelatinedruck testen. Wenn es funktioniert, brauche ich ihn für meinen Beitrag zur Eye-Poetry. Habt Ihr Erfahrungen damit?

verlinkt bei Andreas Samstagsplausch




Donnerstag, 25. Mai 2017

Monatscollage Mai 2017

"Sie ist auf keiner Karte verzeichnet. Die wahren Orte sind das nie."

Herman Melville (in: Moby Dick)



* Kunst im Grünen erlebt *
* geschaut, was den Spätwintereinbruch überstanden hat *
* versucht, wieder ins künstlerische Tun zu kommen *
* vor Blumen gekniet, Blumen eingesät, Blumen gekauft, an Blumen erfreut *
* mich an eine Collage gewagt und mich mit dem derzeitigen Sandsturm auseinander gesetzt *
* beim Quilten und auch sonst in verschiedene Richtungen geblickt *
* nach Leichtigkeit gesucht  *
* gefreut, über den rücksichtsvollen, empfindsamen Lockenhund *


Mittwoch, 24. Mai 2017

Mit scharfem Blick durch den Vermonter Frühling {Blickwinkel Vermont}

Im Februar haben wir zum letzten Mal auf dem Blog Nachrichten aus Vermont gelesen. Anfang April waren die Vermonter hier in Deutschland - vom Schneesturm direkt in die Blütenpracht gepurzelt. Sie hatten Glück, denn kaum waren sie wieder heimgeflogen, tobte hier bei uns der Spätwinter durchs Land. 
Jetzt übergebe ich aber Liv das Wort für heute....
   
Jetzt ist auch Frühling in Vermont !
Nach einem kühlen Start ist der Frühling hier und alles sieht wunderschön aus. Mein Ehemann sagt: “nature in Vermont doesn’t fuss around when it’s warm and rainy”. Denn der Winter kommt schnell genug wieder



Die Seen haben noch keine Algen und Wasserpflanzen und sind ganz klar. Man kann die Lieder der Red-winged black birds hören.


Biber sind nicht mehr nur in der Lodge (Biberbau) zu finden, sondern auch im Wasser, wo sie mit dem breiten Schwanz auf das Wasser aufschlagen, um andere Biber zu warnen.
Die Seetaucher rufen laut über den See.
Da findet man dann plötzlich auch ganz kleine Tiere, wenn man genau hinsieht. Und diese Woche habe ich genau hingesehen.



Red spotted newt neben Kröteneiern -



na so was, der newt isst Kröteneier? Oder sieht das nur so aus?

Unten: Löwenzahn. Sieht er von Nahem nicht noch mehr aus wie eine kleine Sonne?


Noch weiß ich nicht, was diese winzige Motte ist, sie war auf dem Birkenstamm kaum zu sehen, so gut hat sie sich farblich angepasst. Auch bei der Distel sieht man nicht immer so genau hin: Fast scheint es als fechteten die Dornen mit einander




Nein, ein schönes Tier ist der Blutegel nicht, fotografiert habe ich ihn, weil die Kinder sehen sollten wie ein Blutegel aussieht. Dann fand ich aber das Bild doch recht interessant auch wenn ich für Egel nicht viel übrig habe...


Unten eins der einzigen Tiere, dessen lateinischen Namen ich nicht ständig wieder vergesse: Bufo americanus, die amerikanische Kröte. Allerdings noch ganz ganz klein. Sie sitzt gerne in meinem Salatbeet zwischen dem Tatsoi (asiatisches Blattgemüse) und dem Rucola (auf dem Bild ist sie aber auf den Holzrand des Beetes gehüpft). In meinem Salatbeet krabbelt auch die knallrote Clover mite (Bryobia praetiosa) herum (siehe Foto), Wolfsspinne mit Eiersack und ein winziger Grashüpfer, so klein dass ich vier davon auf den Fingernagel meines kleinen Fingers setzen könnte! Wie hübsch sie sind kann man so leider nur mit Lupe oder guter Kamera sehen.





Auch die Kinder spielen mit den vielen jungen Tieren auf den umliegenden Höfen. Unten: sieben kleine Ziegen freuen sich über Besuch 


Man sieht in fast jedem Garten am Wochenende die Leute beim Säen, Pflanzen, Jäten und Gießen. Man hat hier nicht so eine lange Gartensaison. Aber trotzdem muss man die Zeit haben, die Natur in dieser kurzen Phase der Wachstumsexplosion zu genießen und genau hinzusehen. 

Vielleicht habt ihr auch Lust bekommen, genau hinzusehen und neue kleine Insekten und Arachnide zu entdecken? Viel Spaß dabei!
Grüße aus Vermont wünscht 
Liv




Samstag, 20. Mai 2017

Suppenhund {samstagsplausch}

"Dogs never bite me - just humans."

"Hunde beißen mich nie - nur Menschen."

Marilyn Monroe


GEWECKT: hat uns mitten in der Nacht vorgestern der Lockenhund, weil er merkte, dass seine Innereien durcheinander geraten waren...  Der liebe Herr Holunder wurde dafür belohnt, dass er mit dem armen Magen-Darm Hund um 3 Uhr nachts am nahen Feldrand entlang lief - mit bezaubernden Nachtigallengesang.

GESCHWITZT: die Wärme der letzten Woche ließ mich die luftigen Sommerquilts, die ich letztes Jahr genäht hatte, für das Bett hervor holen. Mit einem zarten Baumwolltuch drunter sind sie einfach perfekt.


GEPFLÜCKT:  auf der Hunderunde Wiesenbocksbart, Günsel, Ackerwitwenblume, Teufelskralle und Klappertopf (immer nur ein Exemplar und nur dort, wo sie reichlich wachsen...)
Allein der herrlichen Namen wegen, lohnt sich das Nachschlagen daheim (falls sie mir nicht gleich schon so wieder einfallen, bei der Teufelskralle war ich mir unsicher).

GEFREUT: dass sich am 15. wieder so viele und auch neue Teilnehmer an der Eye-Poetry-Challenge eingefunden haben. Anschauen lohnt sich.

GEFUNDEN: ein feines Gedicht für die Eye-Poetry #05. Habt Ihr Lust? Nur zu!

GEHABT: einen Gedankenblitz zu dem Neruda-Gedicht. Dann kann ich gleich schon beginnen.


GESEHEN: fast täglich die Berge mit Schneehauben. Da scheint ein Walnussbaum im Vordergrund zu stehen, die kämpfen nämlich immer noch mit den Folgen des Spätwintereinbruchs

GENÄHT: ein paar Sommertops für die Mädels und einen Kleiderschnitt ausgewählt

GEKAUFT: Blumen für die Kübel, Kästen und Töpfe, Bücher...

GELESEN: Christa Wolf: Kassandra (was wieder meine Griechenlandsehnsucht weckte) und die ersten Seiten von Margaret Atwood: Hexensaat (Teil des Shakespeare-Projektes. Ich werde nach dem Lesen berichten) 


GELERNT: dass die kleinen blauen und weißen Blümchen am Waldrand Hasenglöckchen sind. Ob sie wohl ausgewildert wurden? Ich hab die dumpfe Vermutung, dass hier öfters Gartenabfälle hingekippt wurden.

GEHÖRT und GEDACHT: weniger ist manchmal mehr "Boulevard of Broken Dreams" in schöner Bearbeitung

GEKOCHT: Canihua-Schokoladen-Pudding. Gesund und auch noch lecker. Ich musste dringend was für meinen Serotonin-Haushalt tun...

Ja, und was ist jetzt aus dem armen Lockenhund geworden? Der bekommt jetzt nach einer 24 Stunden Diät und homöopathischen Globuli Schonkost, z.B. die Moro'sche Möhrensuppe. Für den Menschen entwickelt, dann in Vergessenheit geraten, schließlich mit dem Umweg über die Vierbeiner als Heilmittel wiederentdeckt.
Nach einem Tag Hunger schlappt der arme Suppenhund den Napf leer (sonst eher ein Suppenkasper).

An diesem Wochenende werde ich mich mal an meine Pläne für das Neruda-Gedicht machen und ein Sommerkleid für das große Lockenmädchen nähen. Ach ja, Rucola wollte ich auch noch aussäen.

Und Ihr?

verlinkt bei Andreas Samstagsplausch

Dienstag, 16. Mai 2017

Eye - Poetry # 05 - Die kreative Herausforderung für Mai / Juni


Gestern öffnete sich die Link-Party für Eure kreativen Beiträge zur 4. Ausgabe der Eye Poetry. Wieder war ich so fasziniert über die Spannbreite der Inspirationsvarianten.
Wer noch mitten im kreativen Prozess steckt oder jetzt erst damit startet, hat noch bis zum 14.6. Zeit, sein Werk zu verlinken. Also es lohnt sich, im Lauf der nächsten Wochen immer mal wieder hinein zu schauen und zu staunen.  

Heute aber lassen wir die Stürme des Lebens hinter uns. Den Monat Mai begleitet doch ein Hauch von Romantik und Sehnsucht, somit ist er prädestiniert für ein Liebesgedicht.  Findet Ihr nicht auch?
Dazu fällt Euch doch gewiss etwas ein! Nutzt ruhig die Bandbreite der Möglichkeiten aus, egal ob ihr etwas strickt, stickt, klebt, malt, fotografiert etc..
Aber nun zum Gedicht.

Als Ricardo Eliecer Neftali Reyes Basolato wurde er in Chile 1904 geboren, Wir kennen ihn unter dem Namen Pablo Neruda, ein Pseudonym, das er als Schriftsteller wählte, um Konflikten mit Familienmitgliedern, vornehmlich seinem Vater, aus dem Weg zu gehen.
Seine Tätigkeit als Diplomat und politischer Schriftsteller, führte ihn auch nach Europa und Asien. Der Einsatz für soziale Gerechtigkeit und der Kampf gegen den Faschismus ziehen sich durch sein ganzes Lebenswerk. 1971 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Zwölf Tage nach dem Putsch Pinochets in Chile 1973 erlag er angeblich seinem Krebsleiden. Sein Haus wurde nach seinem Tod vom Militär verwüstet.

Das Gedicht "Die Königin" schrieb Neruda für seine spätere (dritte) Frau Matilde Urrutia.

Die Königin

Ich hab dich zur Königin ernannt.
Größere gibt es, größer als du.
Reinere gibt es, reiner als du.
Schönere gibt es, schöner als du.

Doch du bist die Königin.

Wenn du durch die Straßen gehst,
erkennt dich keiner.
Niemand sieht deine Krone aus Kristall, niemand schaut
den Teppich aus rotem Gold,
den jeder Schritt von dir betritt,
den Teppich, der gar nicht da ist.

Und wenn du erscheinst,
rauschen alle Flüsse
in meinem Körper auf, rütteln
die Glocken am Himmel,
und ein Hymnus erfüllt die Welt.

Nur du und ich,
nur du und ich,
meine Liebe,
hören ihn tönen.

Pablo Neruda


Bei manchen Gedichten habe ich das Gefühl, dass sie erst leben, wenn man sie laut spricht. Auch wenn Ihr des Spanischen nicht mächtig seid, ist  diese kurze Aufnahme dieses Gedichtes, in der Sprache, in der es geschrieben wurde, bestimmt sehr inspirativ.


Am 15. Juni werde ich  nachfragen, was Euch an interessanten Ideen in den Sinn gekommen ist. Vom 15. Juni bis zum 14. Juli habt Ihr dann wieder Zeit zum Verlinken.

Hier noch einmal die Spielregeln:

Eure Möglichkeiten sind weit gefächert, je größer am Ende die Vielfalt, desto interessanter ist es doch.

* Eye Poetry - was ist damit gemeint?
"Lyrik fürs Auge" -  Literarisches für das Auge umgesetzt.

* Idee:
An jedem 16. eines Monats stelle ich ein Gedicht, ein Zitat oder ein kurzes Stück Prosa vor.
Wir haben einen Monat Zeit,  einen ganz persönlichen kreativen Weg zu finden, den Text für das Auge umzusetzen, zu interpretieren und in eine neue, eigene Form zu gießen.
Die Form ist frei. Möglich sind z.B.

- Foto, Fotoserie
- Darstellung in gemalter, gezeichneter, collagierter, gestempelter ... etc. Form
- künstlerische Installation
- Genähtes, gestricktes, gesticktes, gefilztetes etc. Objekt
- Filmchen
- ...

Es gibt keinen falschen oder richtigen Zugang, sondern nur einen ganz persönlichen.
Es geht nicht um Perfektionismus, sondern um kreatives Schaffen, Spaß, Inspiration.
Jeder wählt die Form, die ihm gerade passend erscheint, an der er Spaß hat, wofür gerade die Zeit übrig ist. Und manchmal ist dann vielleicht auch der Zufall im richtigen Moment zur Stelle.

* Vorstellung
Teilnehmen könnt Ihr mit einem eigenen Blog-Posting. Am 15. des Folgemonats verlinkt Ihr die Darstellung Eurer Ergebnisse auf meinem Blog.
(Am besten, ihr sucht für das Thumbnail-Image, das dann hier auf dem Blog erscheint, Euer Ergebnis aus).
Spannend wäre es, wenn Ihr Eure Idee und den Weg dahin schildern würdet. Am Ende sollte auf jeden Fall das  Objekt / Foto/ Bild/ ... stehen mit dem zugrunde liegenden Zitat.

Bedingung ist nur, dass es keine älteren Beiträge sind und/oder die nicht in Zusammenhang mit unserem Projekt erstellt wurden. (Kommerzielle oder Werbung tragende Links sind unerwünscht, da bitte ich um Euer Verständnis).

Gern dürft Ihr diesen Button mit auf Euren Blog nehmen:


Viel Spaß! Wir treffen uns mit unseren Ergebnissen dann hier am 15. Juni wieder!

Sonntag, 14. Mai 2017

Eye - Poetry # 04: Zeigt doch mal her!


Da hat uns Murakamis Sandsturm jetzt bis zum 15. Mai geweht. Manch einer hat sich vielleicht ein bisschen schwer mit dem Textauszug getan. Einem anderen ist es eventuell sehr nahe gegangen. Es kommt immer darauf an, wieviel man zulassen kann und möchte.
Ich bin auf jeden Fall ungemein gespannt auf Eure Einfälle und Umsetzungen!
(Und ab morgen gibt es ein neues, entspannteres Thema...).

Wer sich nicht mehr erinnern kann, worum es geht, schaut hier gern bei der Aufgabenstellung der Eye Poetry noch einmal nach.

"Hin und wieder hat das Schicksal Ähnlichkeit mit einem örtlichen Sandsturm, der unablässig die Richtung wechselt. Sobald du deine Laufrichtung änderst, um ihm auszuweichen, ändert auch der Sturm seine Richtung, um dir zu folgen. [...]


Und wenn der Sandsturm vorüber ist, wirst du kaum begreifen können, wie du ihn durchquert und überlebt hast. Du wirst auch nicht sicher sein, ob er wirklich vorüber ist. Nur eins ist sicher. Derjenige, der aus dem Sandsturm kommt, ist nicht mehr derjenige, der durch ihn hindurchgegangen ist. Darin liegt der Sinn eines Sandsturms."

Haruki Murakami ("Kafka am Strand")


Dieses Mal habe ich ganz bewusst eine Technik ausgewählt, die ich eigentlich sonst überhaupt nicht benutze, nämlich die Collage.  Eine Aufgabe, die ich erst einmal vor mir hergeschoben habe.... Am liebsten hätte ich eine Choreographie zu dem Thema geschrieben, vielleicht ist es mir gelungen, sie in die Collage einfließen zu lassen? Auf jeden Fall war es für mich eine gewisse Herausforderung.
Mein Mantra war immer ein Zitat aus meinen "Spielregeln": Es gibt keinen falschen oder richtigen Zugang, sondern nur einen ganz persönlichen. 
Da ich den Roman Murakamis gerade erst wieder frisch gelesen hatte, flatterten natürlich Motive daraus, die mich bewegt haben, mit in die Collage, aber eher zufällig und nur wenn sie sich in mein Thema einfügten.   

Eine Interpretation unterlasse ich. Momentan habe ich das Gefühl, inmitten eines solchen Sandsturms zu stehen und zu hoffen, heil und gesund wieder heraus zu kommen... 

Idee: Versuch ganz intuitiv Ausschnitte zu sammeln. Nicht bewusst nach Motiven aus dem Roman suchen, zulassen, wenn sie mit hinein möchten.  Innere Bilder bestimmen lassen.   
Medium: Ausschnitte aus Atlas (Blatt Japan), Zeitschriften, Büchern, Karten; Wassermalfarben für den Hintergrund, Pastellstifte, Tintenzeichner





Aber jetzt seid Ihr an der Reihe. Was ist Euch zu diesem Textauszug eingefallen? Wie war Eure Vorgangsweise? Wie habt Ihr Euch dabei gefühlt?

Falls Ihr Probleme beim Verlinken haben solltet, schreibt bitte den Link in Euren Kommentar, so dass ich versuchen kann, hilfreich einzugreifen.


Hier geht es zur Verlinkung: (bitte beachten - der jüngste Beitrag wird immer zuoberst aufgeführt) : 

°°°

Samstag, 13. Mai 2017

Servatius kommt heute nicht zum Kaffee {samstagsplausch}

"Traue keinem Zitat, das du nicht selber aus dem Zusammenhang gerissen hast."

Johannes Rau



GEWUSST: heute haben wir mit Servatius den 2. (im Süden) bwz. 3. (im Norden) Eisheiligen. Er wird auch bei Frostschäden und Rattenplagen um Beistand gebeten (falls Ihr da mal Bedarf haben solltet), aber heute schaut er mal nicht vorbei.

GEWARTET: darauf, dass ich endlich draußen im Garten werkeln kann, dass ich endlich Pullover, Jacken und Stiefeletten wegpacken kann, dass es gesundheitlich endlich bergauf geht, dass endlich meine Kreativität anfängt Funken zu schlagen,  etc...

GEFREUT: über die schönen Frühlingsblumen. Ich mag Bachnelkenwurz sehr gern und war begeistert über diese tolle Stelle mit einem ganzen Bachnelkenwurzwald.


GELESEN: Ann Patchett: "Die Taufe". Der Roman um das Schicksal einer Patchworkfamilie über 50 Jahre hat mir wirklich gut gefallen. Im Original heißt er "Commonwealth", was auch viel besser passt. Wer denkt sich immer so merkwürdige deutsche Titel aus?? Gestern habe ich begonnen mit Haruki Murakami: "Von Beruf Schriftsteller".

GENERVT: darüber, dass die Zahl der Baustellen und Umleitungen hier am Bodensee immer weiter zunimmt. Eigentlich fahre ich nur noch Um- und Schleichwege (die beste Art seine Heimatregion kennenzulernen...) . Wenn die Touristen im Sommer anrollen, wird das noch schlimmer.

GESCHAFFT: endlich, dass Fotobuch für meine Eltern zusammenzustellen.


GELUNGEN: endlich eine Collage für die Eye-Poetry # 04 zu beginnen. Es wird ja auch bald Zeit, am Montag ist schließlich schon der 15.

GEFUNDEN: ein feines Gedicht als nächste kreative Herausforderung. Ich hoffe Ihr werdet es genauso mögen wie ich. Am Dienstag, den 16. werde ich es hier vorstellen.

GEWÜNSCHT: ich würde so gern diese neue kanadische Verfilmung sehen. Und ganz ehrlich: ich habe die Bücher nie gelesen - sieht aus, als müsste ich diese Bildungslücke mal endlich schließen.



GEGUCKT: öfters mal nach oben. Man entdeckt so manches. Fliegende Regenschirme oder himmlische Ausrufezeichen...

GEKLICKT: Spannend: unsere Mütter, wie wir sie noch nie gesehen haben (Our Mothers as we never saw them, aus der New York Times) 


Gartenwetter! Heute werden wir bei dem feinen Kräuter- und Pflanzenstand auf dem Markt kräftig zulangen. Am Wochenende wollen wir endlich mal die Terrasse und den Garten angehen. Dann kann ich am Montag noch zum Gartencenter fahren. Ha, ich liebe das, Flowershopping!  Schnee und Eis hatten wir ja bis in den April hinein, da dürfen die Eisheiligen gern dieses Jahr mal ausbleiben.
Unsere Glyzinienlaube bietet leider noch keinen Schatten für sonnige Tag in der nächsten Woche. Die Glyzinie muss nach ihrem Schneecrash ganz neu nachlegen.

Mögt Ihr es in Blumenkästen und -töpfen bunt durcheinander oder habt ihr bestimmte Farbvorlieben? Was sind die Lieblingspflanzen und -farben in dieser Saison in Euren Pflanzkübeln? Ich lass mich gern inspirieren!


verlinkt bei Andreas Samstagsplausch und Katjas Himmelsblick.





Freitag, 12. Mai 2017

12 von 12 im Mai

Nachdem der gestrige Tag eher stressig war, habe ich mich entschlossen, heute nur zwölf nette Dinge dieses Tages zu sammeln. Es ist richtig angenehm, sich nur auf Erfreuliches zu konzentrieren und den Rest auszublenden.


1 Vogelgesang auf der Hunderunde


2 einen Bläuling gesehen und auch noch fotografieren können


3 einen lieben und gehorsamen Begleiter gehabt, der keinen Unsinn getrieben hat


4 in den herrlichen blauen Himmel mit feinen Wölkchen geschaut


5 ganz viel frisches Obst in das Porridge getan 


6 mit meinem Beitrag für die Eye-Poetry weiter gekommen


7 mit Erfolg das neue Kochbuch getestet


8 vom Essplatz aus die Spatzenschar beobachtet


9 endlich mal auf der Terrasse ein bisschen planen können


10 einen schönen Wald- und Wiesenblumenstrauß gepflückt 


11 den Lockenhund mit Herrchen zur Hundephysiotherapie schicken können


12 Lektüre beenden, weiterführen und beginnen können

Ob es woanders an diesem 12. Mai auch so viel Erfreuliches gab, könnt Ihr bei Caro (draußennurkännchen) kontrollieren.