Samstag, 26. November 2016

Föhn


Also, wenn ich FÖHN schreibe, mit H, meine ich den warmen Fallwind und nicht einen Haartrockner. Und den schreibe ich natürlich h-los, FÖN. Seit der Rechtschreibreform 1996 darf man den auch mit einem H schreiben, was bei mir allerdings sofort Pickel im Gesicht hervorruft.
Vielleicht liegt es am Alter oder an dem rigorosen Orthographieunterricht in der Schule (weit vor den '90igern) oder an meiner empfindlichen Haut  - keine Ahnung.

Dabei hat sich eine clevere deutsche Firma nach der Erfindung des Haartrockners Anfang des letzten Jahrhunderts ganz frech und handgreiflich am meteorologischen Föhn zu schaffen gemacht, ihn seines H's beraubt, und in Anlehnung an seinen freundlichen warmen, trockenen Luftstrom ihr Produkt "Fön" genannt und als Markenzeichen eintragen lassen. (Diese sprachkreative Firma darf ihr Haartrocknungsprodukt übrigens auch heute noch so bezeichnen, trotz Rechtschreibreform).

Eigentlich wollte ich doch gar nicht über Marketing, Haarpflege, Rechtschreibreformen oder meine Allergieneigung  schreiben...

Fast eine Woche herrschte in den nahen Alpen eine Föhnwetterlage, die jeden Tag grandiose Ausblicke bot. Ich könnte Euch heute problemlos mit Föhnhimmelsfotos zuschütten, denn es bleibt nicht aus, dass man ständig stehenbleibt, staunt und zur Kamera greift.
Hier eine kleine Auswahl der Morgenbilder.



Doch auch nachmittags hatte man das Gefühl, dass der Säntis gleich hinter der Grenze liegen würde.



Gespiegeltes Gold lässt dann gleich auch Beton vergessen...


Nach einer Reihe von Aufnahmen bin ich dann immer von der Seite angestupst worden. Der Blick heißt dann wohl: "Hey, ich krieg gleich 'nen Föhn! Lass uns endlich weitergehen!"

      
Die Temperaturen in den Schweizer Föhntälern verhießen übrigens T-Shirt-Wetter...

verlinkt bei Katjas samstäglicher Himmelssammlung.

Kommentare:

  1. Oh, Alpen! die sehen ja echt immer wieder großartig aus, wenn die Sicht so schön ist. :D
    Das erste Foto mag ich besonders gerne, das hat so feine Kontraste.

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  2. Föhn - wie schön ( reim dich oder ich fress dich, ja )!
    Da es denn hier nicht gibt, wurde in dieser Woche auch nicht die Kamera gen Himmel gerichtet.
    Aber du weckst wenigstens süße Erinnerungen! Danke!
    Astrid

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  3. Die Bank zwischen den Baumsilouetten *schmachtschmacht. Herrliches Bild!

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  4. Diese Bilder sind absolut grandios. Da wäre ich auch ständig stehengeblieben.
    LG
    Magdalena




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  5. Eigentlich müsste ich fast deine Kamera im Rücken spüren wenn du den Säntis fotografierst.
    Im Tal der sieben Churfirsten bin ich aufgewachsen und die heimeln mich immer an.
    Wünsche dir einen guten Start in den Advent, Pia

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  6. Traumbilder !
    Und dies schönen braunen Augen, nur ein Hund hat so ne´n Blick drauf ;-)
    Liebe Grüße

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  7. Also Föhn schaue ich mir gern an (besonders bei Dir) – spüre ihn aber extrem ungern (und inzwischen sehr selten, höchstens mal im Urlaub "zu Hause")
    Liebe Gutenachtgrüße!

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  8. ich habe noch nie in meinem (langen) leben föhn mit h erlebt und keine vorstellung, was das mit einem macht. aber wenn die welt dann so aussieht wie auf deinen fotos, hätte ich große lust, ihn mal kennenzulernen! das foto mit der bank ist hinreißend!!
    liebe grüße,
    mano

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  9. das war nicht nur T-Shirt Wetter, sondern ausgewachsenes Migräne-Wetter :-((
    obwohl schön zum Anschauen

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  10. Liebe Andrea,
    Deine Photos vom Bodensee (der ist schon fast ein Meer) sind traumhaft schön. Ich lese gerade rückwärts bei Dir und mich an Deine Trauer um Deine Hunde erinnert.
    herzlich Margot-
    P.S. Am 30.12. fliege ich zusammen mit dem jüngsten Sohn zum dritten Sohn (Auslandssemester) nach Spanien und dort werde ich das Meer sehen... auf meiner Seite wollte ich das nicht schreiben, ich weiß ja nie wer da mitliest..

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