Donnerstag, 13. Oktober 2016

Oktober in den Bergen

Ein paar Tage Muße in den Bergen am Lago Maggiore waren wieder sehr nötig. Die Sonne gab sich Mühe noch ein bisschen Herbstwärme zusammen zu kratzen.
Wie gehofft lockten Feigen am Baum, aber der Großteil war noch nicht reif (bzw. die weichen haben ihre Liebhaber gefunden, ich hab ja die Siebenschläfer in Verdacht...). Sogar der Lockenhund versuchte sich daran, den Reifezustand niedrig hängender Feigen zu überprüfen...

Natürlich könnte man jeden Tag vom Haus eine halbe Stunde ins Dorf hinunterlaufen, dort sich dann im Auto die enge Serpentinenstraße ins Tal schlängeln und sich schließlich unten am Lago vergnügen. Danach dann alles rückwärts zurück, inklusive dieses Mal bergauf vom Dorf zum Haus kraxeln.
Könnte man. Muss man aber nicht.
Eigentlich sind wir ja hier um uns für kurze Zeit aus dem Lauf der Welt auszuklinken. Selbst Zivilisationsgeräusche kommen hier oben nur selten an.


Sehen sie nicht schön aus, die stacheligen Esskastanienhüllen? Doch, was ist falsch?
Richtig, sie hängen oben am Baum und liegen nicht unten am Boden. Ein, zwei nette Bäume hatten Erbarmen mit uns, und warfen schon ein paar Maroni runter, so dass wir nicht mit leeren Händen heimkehren mussten.
Wir hätten wohl zwei Wochen später herkommen müssen, was unsere Zeitplanung im Oktober aber nicht erlaubte (und wer weiß, wie dann das Wetter sein wird...).
Also trösten wir uns nun wieder heimgekehrt mit den Maroni, die wir unter den Esskastanienbäumen am Bodensee finden.


Anstatt bückenderweise Esskastanien zu sammeln, haben wir dann eben unsere Rücken geschont, durchgeatmet und die Seele baumeln lassen, bevor wir das Berghaus winterfest machten und uns für dieses Jahr verabschiedeten.


Ach ja, der Kontrast konnte kaum größer sein. Auf der Alpensüdseite verwöhnte uns noch Sonnenschein und gleich hinter dem San Bernardino lag Schnee.


Ob das schon mal ein Versprechen ist, für einen anständigen kalten Winter zu sorgen?

Kommentare:

  1. Was für eine herrliche Herbst-Collage, liebe Andrea! Wir waren auch schon im Wald und wollten Esskastanien sammeln. Leider lagen nur geschlossene Schalen unter den Bäumen. Trotzdem haben wir sie eingesammelt und das war auch gut so, jetzt wo sie als Deko herumliegen, trocknen sie aus und hüpfen auf.. Maronen noch und nöcher ;)) Der Fliegenpilz ist ja wundervoll.. hachz! Und die rustikale Brotzeit.. ich beneide Euch einbissel ob des wunderschönen Fleckchen Erde! Und Du hast schon Schnee gesehen? Wir hier am linken Niederrhein würden uns schon über Regen freuen. Es hat seit Wochen nicht mehr geregnet (nur an unserem Hochzeichtstag! Und noch einmal nachts). Die Natur lechzt danach! Ganz liebe Grüße, Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die geschlossenen Schalen lassen sich doch problemlos öffnen. Aber gut, dass sie das daheim dann bei Euch freiwillig gemacht haben.
      Liebe Grüße
      Andrea

      Löschen
  2. Schön, schön, schön deine Bilder.
    Herrliche Herbststimmung und ich hoffe auch inständig auf einen "anständig kalten Winter " ;-))
    ♥liche Grüße

    AntwortenLöschen
  3. Ein Haus winterfest gemacht...wie lange liegt das schon hinter uns, seufz...und das Elternhaus hat der Bruder geerbt, der muss sich jetzt drum kümmern, dass DAS Haus winterfest wird. Kommt mir inzwischen gelegener...
    Aber scheint schon ein Idyll zu sein...
    GLG
    Astrid

    AntwortenLöschen
  4. ...so schöne Bilder, liebe Andrea,
    ich kann mir gut vorstellen, wie man in dieser Ruhe entspannen und sich erholen kann...allerdings bei Dauerregen? hast du das schon mal erlebt? da hätte ich schon Bedenken, dass mir "die Decke auf den Kopf fällt"...und so viel Beschäftigungsmaterial kann man ja nicht mitnehmen -bei diesem Weg...

    einen guten Tag dir,
    liebe Grüße Birgitt

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ein Tag Regen lässt sich aushalten, aber bevor wir fahren, studieren wir die Schweizer Wetterkarte. Bei Regen rauf oder runter gehen ist unpraktisch, wegen den Rucksäcken, dem Hund und dem Weg. Mehrere Regentage würden bei mir einen Lagerkoller hervorrufen, das gebe ich zu.
      Liebe Grüße
      Andrea

      Löschen
  5. Ach wie schön, liebe Andrea, das klingt nach viel Ruhe und Entspannung. Der Herbst kann so schön sein! Leider ist es hier gerade wie November. Noch eine schöne Restwoche! LG Lotta.

    AntwortenLöschen
  6. Feigen von Baum naschen... wie schön ist das denn?
    Die Bilder sind so herrlich, man kann die Ruhe und Entspannung richtig nachfühlen.
    Liebe Grüße
    Jutta

    AntwortenLöschen
  7. das muss wirklich ein wunderbar erholsamer ort sein! die maroni und die feigen sehen so schön aus, und der fliegenpilz natürlich auch! schade, dass ihr noch nicht alles ernten konntet, aber bestimmt finden sich noch hungrige tiere dafür!! der winter in den bergen ist ja lang! bei uns hoffentlich nicht so sehr...
    liebe grüße, mano

    AntwortenLöschen
  8. Wunderschön. Ich hab doch ein wenig Sehnsucht nach dem Süden. Über den Bernardino - das war immer mein Weg nach Italien.
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  9. Das beruhigt mich jetzt gerade, dass im Tessin die Feigen auch noch nicht reif sind. Meine brauchen dieses Jahr auch länger. Heute möchte ich glaube auch nicht in euerm Rustico sein, soll ja kräftig Regen geben.
    L G Pia

    AntwortenLöschen

Bitte kommentiere mit Deinem Namen. Ich behalte mir vor, anonyme Beiträge nicht zu veröffentlichen bzw. zu löschen.
Danke für Dein Verständnis.