Freitag, 29. Juli 2016

Morgens am See # 2 - Insel Mainau

Der Tag auf der Insel Mainau beginnt mit dem Sonnenaufgang (heute um 5.56 Uhr). Ich muss zugeben, dass der Lockenhund und ich doch ein kleines bisschen später um die Ecke biegen. Auf jeden Fall gehören wir zu den ersten Besuchern irgendwann kurz nach sieben (gääähn!) Uhr an einem sonnigen Julitag.

Auch wenn es uns mal gelingt, die Allerersten zu sein, ganz allein sind wir nie, denn am frühen Morgen wird hier fleißig gefegt, geharkt, gewischt, gepflanzt, gesät, gegossen, gepflegt und auch mit mal dem Laubsauger Krach gemacht.


Schließlich will die 45 ha große Inselanlage gepflegt sein. Immerhin kommen jährlich über eine Million Besucher (2014: 1,25 Mio., die im selben Jahr einen Umsatz von 26,7 Mio. € brachten).


In der Hauptsaison arbeiten 300 Angestellte auf der Insel, in der Nebensaison 150.
Die Arbeit scheint großen Spaß zu machen, denn meistens begegnen wir gutgelaunten, hilfsbereiten Mitarbeitern, von denen sich der Lockenhund gern gelegentlich ein paar Streicheleinheiten abholt.
Rechts oben seht Ihr Mitarbeiter einer Spezialfirma, die die hohen alten Bäume pflegen  und extrem schwindelfrei sein müssen.


In den frühen Stunden des Julimorgens ist nun ab und an unser sportlicher Einsatz gefragt, damit wir noch einigermaßen trocken unterwegs sein können. Ansonsten holen wir uns halt eine kleine Erfrischung.


Apropos Erfrischung: Die zehn Gastronomieeinrichtungen sind so früh natürlich noch nicht geöffnet.


Die ganze Anlage steht selbstverständlich unter Denkmalschutz und die gräfliche Familie fühlt sich ihrem Erbe verpflichtet (Foto oben zeigt die Büsten von Graf Lennart Bernadotte und seiner zweiten Frau Sonja).

Italienischer Rosengarten

Im saisonalen Garten 

Anlagen mit langer Tradition. wie zum Beispiel der italienische Rosengarten werden erhalten, während daneben jährlich neue Ideen für Garten- und Parkbereiche entwickelt werden.
Dieses Jahr steht unter dem Motto "Hinter hohen Schlossmauern...Ordensritter und barocker Glanz." So können Besucher eine kleine Reise in die Zeit unternehmen, in der die Insel noch dem Deutschen Orden unterstand.
Über die interessante Geschichte der Insel wurde schon viel geschrieben, hier kann man sich einen kleinen Überblick verschaffen.



Holländische Künstler haben in diesem Monat Sandskulpturen des Schlosses und der Schlosskirche St. Marien erstellt, die bis zum Oktober zu sehen sein sollen.  Im Zeitraum von zwei Tagen wurde der Sand in Holzformen verdichtet, dann haben die Künstler in siebentägiger Arbeit die Gebäude mit einer speziellen Schneide- und Kratztechnik (Carven) gestaltet. Die Feinarbeit scheint noch im Gange zu sein...
Damit Kinder angesichts dieser Sandfreuden gleich selber tätig werden können, (aber nicht am originalen Sandkunstwerk *hüstel*) wurde daneben gleich ein großer Sandkasten angelegt.


Die Vorlage ist nicht weit entfernt, Ihr könnt vergleichen.


Aus der Sicht des Lockenhundes sähe die Insel vermutlich am Morgen komplett anders aus. Am Anfang muss man als Retriever jammern, weil man nicht das darf, wozu man gezüchtet wurde, nämlich Enten aus dem Wasser zu apportieren. Danach klappert man dann (natürlich angeleinterweise) die Eichhörnchenstellen ab - an diesem Morgen nur zwei nahe Sichtungen.
(An einem frühen Herbstmorgen kam uns auch einmal der Mainaufuchs entgegen gerannt...  Heißa, das war was....!)


Wenn wir nun unsere morgendliche Hunderunde beenden, die Insel verlassen und heimfahren, kommen die ersten Besuchergruppen. Viel Spaß, kleiner Tipp: vergesst nicht den Hortensienweg, der lohnt sich gerade.


Meine allmonatliche Inselrunde aus dem Jahr 2012: Take a stroll.

Morgens am See:
# 1 - Stein am Rhein
# 2 - Insel Mainau

Kommentare:

  1. Was für ein morgentliches Getümmel auf der hübschen Insel, liebe Andrea! Aber wie sollten auch sonst die Menschen bei einem so gut besuchten Touristenort mit ihrer Arbeit fertig werden?! Und es gibt da Füchse?? Das ist ja spannend. Wie der wohl darüber gekommen ist... geschwommen, vielleicht?! Bei unserer Hündin ist es nicht so sehr das "Enten-Einholen" (dafür müsste sie ja ins Wasser.. iihhhh!). Aber das "An-der-Leine-Laufen-ohne-zu-ziehen" fällt einem Viertel-Husky extrem schwer!! Und mir mittlerweile auch ;)) Alles Liebe, Nicole

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  2. Wie schön die Insel Mainau zur frühen Morgenstunde sein kann. Ich war schon ganz lange nicht mehr dort aber vielleicht sollte ich das wieder einmal ins Auge fassen.
    L G Pia

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  3. ...ach da werde ich demnächst auch mal noch sein, liebe Andrea,
    denn ich habe eine Eintrittskarte zum Geburtstag bekommen und die muß ich doch nun mal einlösen...gerne wäre ich dann auch schon so früh am Morgen unterwegs, mal sehen, ob sich das irgendwie machen lässt...dass sich solch ein Besuch lohnt, zeigen deine Bilder eindrucksvoll,

    liebe Grüße
    Birgitt

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  4. schön, dass du mich auf diesen spaziergang mitgenommen hast! ich bin gleich beim ersten bild hängengeblieben - da ist wohl heute nacktputzen angesagt ;-)!! würde mir der lockenhund begegnen, bekäme er natürlich auch diverse streicheleinheiten!
    liebe grüße und ein schönes wochenende, mano

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  5. Hach wie schön...Die Insel Mainau hat mir auch sehr gut gefallen, sicherlich war ein Grund, dass wir auch eher zu den "frühen Vögeln" gehören...;-). Es lohnt sich jedenfalls,auch mal im Urlaub den Wecker zu stellen. Ein schönes Wochenende! LG Lotta.

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  6. Wie gerne wäre ich mal wieder auf der Mainau. So schön fanden wir es beim letzten Besuch.
    Und so früh am Morgen, ist es mit Sicherheit noch einmal schöner.
    Die Bilder sprechen ja für sich. Schön!
    Liebe Grüße
    Anette

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  7. Nächstes Mal komm' ich mit, ja?
    Wunderschön das Sprenkelbild.
    Liebe, wieder französische Grüße!

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  8. Schön eingefangen!
    Bon week-end!
    Astrid

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