Freitag, 24. Juni 2016

Unter Palmen

Immerhin zwei Palmen wachsen in unserem Berghausgarten. Auf die kleinere der beiden fällt beim Frühstück am Steintisch vor dem Haus immer der Blick. Gleich fühlt man sich schon ganz nah am Mittelmeer, wobei doch eigentlich das nächste Gewässer erst der Lago Maggiore ist.



Beide Palmen gehören zur Gruppe der Fächerpalmen, denn die Rippenblätter spreizen sich wie ein Fächer,
Ich vermute, dass es sich bei unseren Palmen um Chinesische Hanfpalmen (Trachycarpus Fortunei) handelt, die auch als "Tessiner Palmen" bezeichnet werden, da sie sich im Klima der Alpensüdseite wohl sehr wohl fühlen. 1830 brachte der Naturforscher P.F. von Siebold die ersten Samenkörner von einer Forschungsreise nach Asien mit. Dort ist sie vom Himalaya in Nordindien bis in den Norden Thailands und China (Zentral- u. Ostchina) verbreitet.


Der Stamm ist mit dunkelbraunen hanfähnlichen Bastfasern bedeckt. Als Nutzpflanze wurden früher Fasern für Matten, Seile und Bürsten gewonnen.


12 bis 15 Meter hoch kann sie noch werden, da ist noch Platz nach oben...


Der Schatten ist zwar eher spärlich, dafür aber filigran. Von oben erkennt man den Nachbarn unserer Palme: den Feigenbaum.


Wie man sieht, hat sie gerade geblüht, als wir letztens dort waren. Dies sind die männlichen Blütenstände, aber auch zwittrige Blüten kommen vor.



Diese Palmenart gehört zu den kälteresistentesten Palmen und übersteht den Winter hier in den Bergen problemlos. Ab -10 Grad braucht sie Schutz (hier oben im Garten muss sie sich im Winter allein durchkämpfen, was ihr bislang nicht geschadet hat.) Da sie so robust ist und sich den örtlichen Gegebenheiten gut anpassen kann, findet man sie öfters in milderen Gebieten Mitteleuropas.

Auf meiner Postkarte für Lottas Aktion könnt Ihr gleich noch mehr Palmen entdecken. Aber ein im Garten zu haben, finde ich immer wieder genial.
 

verlinkt bei Ghislanas Baumfreunden 

 

Kommentare:

  1. Eine Palme unter den Baumfreunden - das ist schon einmalig!
    Du wirst aber lachen: Bei mir hat sich eine selbst gepflanzt, in einem Pflanzbecken an der seitlichen Terrasse. Da muss ein entsprechender Samen in einem Kranz gewesen sein, den ich für die Vögel einstmals aufgehangen habe. Jetzt lasse ich mal wachsen und schaue, was wird ( der Platz ist natürlich viel zu klein ).
    Bon week-end!
    Astrid

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  2. Ich will weg!! Ich hab' Fernweh!! So schöne Bilder.
    Als Ausgleich muss ich jetzt auf die Terrasse und mal an meiner (kleinen) Feige schnuppern ;-)
    Liebe Grüße
    Jutta

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  3. Ein ganz besonders Exemplar für Ghislana...sehr schön! Und schön auch deine Postkarte...hach...jetzt habe ich Fernweh...;-). LG Lotta.

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  4. Du lebst aber auch in einem Paradies ... wunderschönes Posting, mit Lockenhund als Begleiter.


    Liebe Grüße - Monika

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  5. Es muss wunderbar sein, dort zu leben, wo andere ihren Urlaub verbringen, Andrea!! Ich habe Fernweh.. seufz!! Wunderschöne Bilder!! Ganz liebe Grüße und ein charmantes Wochenende, Nicole

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  6. ach, in dem Ferienhaus würde ich auch gerne wohnen wollen

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  7. Danke für diesen Ausflug in den Süden! So herrliche Exemplare! Und dieses Licht, diese Sonne!

    Heute hast du Farbe ins Grau gebracht, mehr hatte Petrus nämlich heute nicht drauf. Außer Regen.

    Liebe Grüße ... Frauke

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  8. Was für eine (männliche) Blüte! Ich hatte noch keine gesehen.
    LG lykka

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  9. danke für die herrliche postkarte! da warst du ja im palmenparadies!
    liebe grüße von mano

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  10. Wunderschöne Palmenfotos, besonders schön sind auch die Blütenstände.
    Und Deine 'Grüße vom Lago Maggiore' wecken schöne Erinnerungen in mir.
    Liebe Grüße
    Edith

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  11. Das dürfte die erste Palme unter den Baumfreunden sein ;-). Dankeschön! Als Studenten haben wir versucht sie aus Kernen zu ziehen, aber weit haben sie es immer nicht geschafft... Schöne Fotos, die verlocken geradezu zu Urlaub..., es sieht so sonnig und warm aus. Die ersten solcher Palmen sah ich am Gardasee, später auf Ischia und dann noch mal in Freiburg, wo sie ja auch draußen bleiben können... Liebe Grüße Ghislana

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