Samstag, 27. September 2014

Aussichten - am Himmel und in der Samstagskaffeetasse

Nicht immer kann man dem Himmelsversprechungen trauen, nicht immer halten Wolkenhäute dicht. Aber die Wochenhimmelstreifen bezeugen eine eher trockene Frühherbstwoche.
Wolkenvögel zeigen sich am Abendhimmel, bevor sie in westlicher Richtung davon driften. Eine Art Zugvögel wohl...

Immer wieder um uns herum hingegen zogen marodierende Gewitterwolken. Doch wie so oft wollten sie uns hier nur ein wenig ärgern und tobten sich woanders aus.
Doch meist konnten wir die Sonne erst im Laufe des Tages nach dem Weichen des Hochnebels beim Nachmittagskaffee Schatten auf die Tasse werfen lassen.

Nachdem ich mich zwangsweise vom Milchkonsum verabschiedet habe, koste ich mich durch die Milchalternativen beim Kaffeetrinken. Mandelmilch und Reismilch wurden auf die Akzeptanzliste gesetzt, Hafer- und Sojamilch sind die nächsten auf der Verkostungsliste.
Haselnussmilch hört sich zwar verführerisch herbstlich lecker an, erzeugte allerdings ein gegenteiliges Geschmackserlebnis beim Kaffeegenuss. *Gruselgrusel*  

Beim Samstagskaffee fällt mir ein, dass es zwar nett ist, Kastanien zu sammeln (und es ist wirklich schwer, damit aufzuhören, bevor die Jackentasche prall angefüllt ist...), aber eigentlich ist es doch Zeit, an das Sammeln von Esskastanien zu denken... Mal schauen. Vielleicht trinke ich irgendwann in den nächsten Tagen meinen Kaffee unter südlicherem Himmel und bücke mich nach Maroni (noch so eine Herbstliebe).  



Den Himmel zu Katja, den Kaffee zu Ninja, dann ist der Samstag gerettet. 




Freitag, 26. September 2014

Herbstliebe #3

Das Bodenseegebiet ist altes Obstland. Wie gut, dass es immernoch so viele herrliche alte Streuobstwiesen hier zu finden sind und nicht nur noch diese niedrigstämmigen Obstplantagen.
Im Frühjahr ist die Blüte einfach traumhaft, während man im Herbst über die von Äpfelmassen gebeugten Äste staunt, die vielfach gestützt werden müssen.
Wer eine Streuobstwiese bewirtschaftet, bringt das Obst meist zum Mosten.
Doch oft genug werden die Bäume gar nicht mehr abgeerntet. Die alten Sorten werden nicht mehr geschätzt. Das Mosten des Obstes scheint sich für viele nicht mehr zu lohnen.

Immer wieder staune  ich darüber, wie lange sich manche Apfelsorten an den Bäumen halten - bis in den Winter hinein.
Unser stets hungriger brauner Retrieverbär sucht fleißig die Bäume ab und findet bis in den späten Januar noch Äpfel unter dem Schnee. Deshalb teilt er auch meine Herbstliebe dieser Woche:
die herbstlichen Obstbaumwiesen....
Und, habt Ihr schon Apfelkuchen gebacken, Apfelmost getrunken, Apfelmus gekocht...?


Dienstag, 23. September 2014

Seegeflatter



Noch sonnenschläfrig
das Glitzern zieht Wellenbahnen
zum Aufbruch bereit



Samstag, 20. September 2014

In heaven - Raus aus den Federn!!

Nein, so wie der Wochenschnitt (von Samstag zu Freitag) es darstellt, sieht es nicht den ganzen Tag am Bodenseehimmel aus.

Zunächst lukt der Tag am Morgen erstmal trübe unter der grauen Decke hervor und scheucht dabei verschlafen ein paar Enten vom grauen Seespiegel auf.
Je nach Laune entschließt er sich bis zum Mittag Zeit zu lassen, bevor er ein blaues Kleid anlegt und das Grau beiseite schiebt. Oder er erbarmt sich schon im Laufe des Vormittags in den Seespiegel zu schauen und zu bemerken, dass das Jahr schon 263 Tage alt ist und die Haut allmählich zu Fältchen neigt.
Fort mit den trüben Gedanken! Raus mit dem Hellblauen, dem Blauweißen (denn auch hier wird es ein Oktoberfest geben) oder mit dem künstlerisch Marmorierten. Und schon ist das Morgengrau vergessen...

Seid Ihr auch schon aus den Federn und habt die graue Decke weggeschoben? Dann zeigt mal Euren Himmel bei Katja.

Bodensee

Freitag, 19. September 2014

12tel Blick im September

Der September war in dieser Woche freundlich gesonnen, so dass ich mich flugs auf den Weg machte, um meine Fotostandorte für die 12tel-Blick-Aktion aufzusuchen.
Denn wie Ihr wisst, schaue ich hier einmal im Monat, zwölf Mal in diesem Jahr, nach, was sich so im jahreszeitlichen Wechsel verändert hat.
Dieses Mal war ich nicht wie sonst am Morgen vor Ort, sondern am späteren Nachmittag. Morgens macht sich derzeit nämlich der Nebel oder Hochnebel hier breit, erst ab Mittag zieht die Sonne den Grauschleier fort. Ja, so ist das halt hier am See...

12tel Blick I: Der kleine Weiher:
Am Nachmittag fällt ein kleines bisschen Sonne an meinen Fotostandort.
Das Bötchen liegt noch da. Das erste Laub hat sich schon auf der Abdeckung angesammelt.

Der Weiher liegt ganz still und spiegelt wieder so fein die Landschaft. Deutlich tendiert die Stimmung und die Laubfärbung Richtung Herbst.
Was hat denn da den plötzlichen Wellengang ausgelöst und meinen Spiegel zerknittert?  Kann man denn hier nicht mal in Ruhe fotografieren und seinen Gedanken nachhängen?
Der kleine Lumpenhund hatte sich selbstständig gemacht, unterschätzt, wie steil das Ufer an dieser Stelle ist und war ins Wasser geplumpst. Kein Problem für den Wasserjagdhund. Was für ein Witz und wunderbar für die Pflege der Lockenpracht.

12tel Blick II: Die Hügelbank
Am Morgen machen sich höchstens mal Hundebesitzer oder andere Gummistiefelträger auf den Weg durchs feuchte Gras auf den Hügel. Doch am Nachmittag verlockt die Sonne und die wunderbare Aussicht, die Bank tatsächlich mal als Sitzgelegenheit zu nutzen. Hach, erwischt!! Endlich!
Ich will gar nicht weiter stören. Gibt es doch in meinem Rücken so wunderbar Frühherbstliches zu entdecken.
Die Apfelbäume der Streuobstwiese

und die Zibarten, die seit dem letzten Monat tüchtig an Farbe zugelegt haben.
Alle Fotos meines 12tel-Blicks 2014 findet Ihr zum monatlichen Vergleich HIER.


Tabea, von der die tolle Projekt-Idee stammt, sammelt alle Fotos der TeilnehmerInnen des 12tel Blicks Projektes am 20. jedes Monats.


Mittwoch, 17. September 2014

Herbstliebe #2

Meine herbstliche Liebe zu den Dahlien ist eine eher junge Verliebtheit. Immer mehr faszinieren mich diese intensiven Farben und die unterschiedlichen Formen. Im letzten Herbst war die rote Dahlie mit den weißen Spitzen (zweite Reihe, Mitte) meine Favoritin. In diesem Jahr kann ich mich nur schwer entscheiden. Vielleicht die ganz tief Dunkelrote?
Oder doch vielleicht diese Schönheit?
Ach, egal, einfach ein bisschen im Farbrausch versinken, der Winter wird schon farbarm genug. Da braucht es einen guten inneren Vorrat.

Und - teilt Ihr diese Herbstliebe? Dahlien im Garten, im Park, in der Vase oder lieber gar nicht?

(Wer statt rot-grün-schwarz-gelb-sonst-was lieber Dahlienfarben wählen mag, kann dies derzeit auf der Insel Mainau tun. So man denn zu entscheiden vermag, wer Dahlienkönigin werden soll...vielleicht doch die gelbe mit den roten Spitzen?)

Montag, 15. September 2014

Jung und alt

Grandiose Hundetage müssen unabhängig vom Alter gefeiert werden...
Der Jungspund fand es witzig, in den Weiher gefallen zu sein
Bei dieser Dame (11 1/2 Jahre) heißt es eh: "Still crazy after all these years"

 Mit einen lieben Gruß zu Eva für ihr Projekt 180Grad # jung und alt

Samstag, 13. September 2014

Samstagskaffee - Salute!

Dachte ich doch immer, dass ich normalen Kaffee nicht vertrage. Rührte ich mir doch schon lange Kaffeepülverchen an und wunderte mich, dass mir auch die nicht gut taten...
Tja, am heutigen Samstagnachmittag nahm ich feinsten Kaffee mit aufgeschäumter Mandelmilch zu mir - und konnte ihn so was von genießen...

Mit einer diagnostizierten Laktoseintoleranz lässt sich heutzutage leben. Nach Monaten der Ungewissheit, warum es einem so mies geht, findet man so eine Erkenntnis fast schon erleichternd.

Alles ist im Fluß, Altes vergeht, Neues gibt es zu entdecken. Auch in der Ernährung.
Ciao Milch (latte...) - Salute, Hafermilch, Reismilch, Sojamilch, Mandelmilch, Maronimilch...!

Ach ja, benvenuto autunno!
  Heute wieder bei Ninja.

In heaven - Septembermorgen am See

Einstimmung auf Herbstwetter, so erzählen uns die Wochenschnitte (von Samstag zu Freitag).
Bald werden sich wieder die Morgennebel über dem See einstellen. Einen kleinen Vorgeschmack haben wir schon bekommen. Und eigentlich mag ich diese Stimmungen sehr.
Da möchte man doch gern den Morgen auf einem kleinen Boot begrüßen - einfach nur Himmel und See... Ja, das wär's...

Am Samstagmorgen, ganz früh mit dem Kahn zum Angeln raus (notfalls hängt man die Angel ohne Köder ins Wasser, man muss ja niemandem weh tun...).

Himmelsdramatik bekommt man samstags bei Katja zu sehen.

Freitag, 12. September 2014

12 von 12 im September



(von links nach rechts)
Zeitung am Morgen, gleich mit trauriger Schlagzeile.
Die Walnuss-Saison hat begonnen. Die ersten Nüsse wurden heute Nacht von den Bäumen geschüttelt.
Der graue Morgen wird durch bunte Tupfen aufgefrischt.
Unterwegs beim Einkaufen. Mittlerweile haben die Wolken die Schleusen geöffnet.
Seit gestern ist es offiziell.. Laktoseintoleranz. Gut, dass es laktosefreie Schoki gibt...
Der erste laktosefreie Cappuccino mit Mandelmilch. Damit lässt sich leben.
Brötchenbacktag. Schusterjungen frisch aus dem Ofen.
Näharbeiten für die Herbstgarderobe.
Keiner hat Lust auf eine Hunderunde im Regen. Wen wundert das?
Auch die Schafe finden das Wetter öde.
Wir machen natürlich mit!
Für den Brotbacktag morgen werde ich noch schnell den Weizensauerteig ansetzen.

Wie sah Euer 12ter aus? Da schaue ich bei Frau Kännchen nach.

Freitagsblümchen

Tausend Gulden wert ist mein kleines, hauchzartes Blümchen. So sagt sein Name - Tausendgüldenkraut.
Deswegen mag ich es am allerliebsten ganz alleine, auch wenn die schöne wilde rosa Malve doch gut zu ihm passen würde,
Die Edle bekommt nur ein bisschen goldenen Schimmer zur Seite gestellt und darf ganz im Zentrum stehen. Zuviel Beiwerk würde sie erschlagen,




Die Freitags ist hier Blumentag.

Und der zwölfte September ist heut' obendrein, so dass es heute Nachmittag noch die 12vom12ten gibt.

Donnerstag, 11. September 2014

Herbstliebe #1

Eindeutig eine meiner größten und schwersten Herbstlieben - Kürbisse. Kein Vorbeikommen, wenn wie hier in der Schweiz ein großer Verkaufsstand am Straßenrand prachtvolle Schönheiten präsentiert.
Die Rettung - denn die Kürbisbäuerin meines Vertrauens hat aus Altersgründen den Anbau aufgegeben (so dumm, denn sie war auch ein Kürbisfreak und bot so viele Sorten an!!)
Dieses Mal wanderten ein Buttercup (oben links) und drei feine "blaue" (unten rechts) - leider namenlose - Exemplare Blue Hubbard auf den Beifahrersitz. Ein Hokkaido schmückt bereits den Esstisch.
Meine Kürbisliebe währt nun schon rund 15 Jahre, nachdem mir bei einem Gästeessen die herrlichste Kürbissuppe serviert wurde. Vorher kannte ich nur "Kürbis-süßsauer", das ich bis heute nicht mag.

Und - teilt Ihr meine Herbstliebe (muss ja nicht gleich den ähnlichen Suchtfaktor aufweisen)?     

Sonntag, 7. September 2014

Sonntagsfreude

Eine lang vermisste Freude: am Morgen mit dem Lockenhund an der Leine loszuziehen. Durch meinen doppelten Sehnenanriss durfte ich den Wildfang jetzt wochenlang nicht mehr führen, so dass der liebste Mann den Part übernahm.
Aber heute sind wir zum ersten Mal wieder zusammen am Sonntagmorgen in den Wald gezogen und haben bemerkt, dass der Frühherbst heimlich schmückend unterwegs gewesen ist, während die Nebelschwaden alles um uns sanft einhüllten. Hach, den Wald hatten wir ganz für uns allein, das war eine wahre Sonntagsfreude.


Fast mag man glauben, die jungen Tannen üben schon für Weihnachten. So falsch liegen sie da nicht, denn hier werden viele der Weihnachtsbäume für unseren Ort geschlagen.

Sonntagsfreuden sammelt Frau Kreativberg

Samstag, 6. September 2014

Samstagskaffee gegen den Strom

Während die Schweizer über die nahe Grenze drängen und aufgrund des günstigen Wechselkurses und der Rückerstattung der Mehrwertsteuer ihre Einkaufswagen in deutschen Läden füllen, schwimme ich offensichtlich gegen den Strom, so ging es mir heute beim Samstagskaffee auf der sonnigen Terrasse durch den Kopf.
Ich hüpfe gern über die Grenze auf die andere Seite und hole mir den köstlichen Schweizer Käse, den feinen Joghurt, die sündige Schoki und andere feine Sachen (wie z.B. die Kekse zum Kaffee).. ach ja und das M*igrosMagazin zum Schmökern. Irgendjemand muss doch die Schweizer Wirtschaft am Laufen halten...
Aber jetzt hüpfe ich nirgendwohin und lasse den Blick ein bisschen träge über die Terrasse gleiten.  Der Wein gewinnt durch die Sonne am herrlich blauen Nachmittagshimmel endlich etwas mehr Süße, die Chrysanthemen verbreiten herbstliche spätsommerliche Gefühle, Zucchinis und Tomaten legen sich nochmal ins Zeug.

Nicht alle waren heute faul. Früh im Morgendunst wurde immerhin schon die Wasserqualität des Bodensees überprüft. Scheint in Ordnung zu sein. Dem Hund gehts noch gut.


Schnell noch die Tasse auf Ninjas Kaffeetisch schieben...
Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende!!

In heaven - Der Wankelmütige

Der September bescherte den wöchentlichen Himmelsschnitten (von Samstag zu Freitag) wolkenreiche Abwechselung.
Der junge Herbst zeigt sich schon etwas wankelmütig, so dass ich nun mehrmals genauer hinschauen und am Abend entscheiden muss, welcher Himmelschnitt nun den Tag am besten repräsentiert.
Am Freitag zog er morgens ein graues Hemd an, vor dem mich ein Baum in seiner recht frühzeitigen Kahlheit erschreckte...
Doch soweit ist die Natur eigentlich noch nicht. Nach Morgengrau und Regenschauern versöhnen Wärme, Sonne, herziges Himmelsblau und Wolkenschäfchen am Nachmittag.

Überall gibt es noch Blumen auf den Wiesen, auch wenn gerade viele Wiesen gemäht werden. Noch mal eine Nase voll von dem herrlichen Duft mitnehmen... Und ach - Rainfarn habe ich gefunden, glaubte ich doch, den gäbe es hier gar nicht...
 Doch, der Herbst hat so viele schöne Seiten, denn auch im Vergehen zeigt die Natur feine Schönheiten.
 

Was der Herbsthimmel andernorts zum Besten gab findet Ihr heute bei Katja

Donnerstag, 4. September 2014

Der Jahresquilt Anfang September

Schon September... Noch drei Monate darf der Jahresquilt wachsen. Im Dezember möchte ich dann Vorder- und Rückseite und die Füllung zusammenfügen und quilten.
Derzeit verordne ich mir regelmäßige Näharbeiten aus Baumwollstoffen zwischen all den Jersey- und Woll- und Fleecestoffen für die Wintersachen, denn irgendwoher müssen ja die Reststückchen für den Quilt herkommen. Die liebe Eva hat mir da auch schon ausgeholfen. Ob sie ihre Stoffe wiedererkennt?

In der nächsten Zeit werde ich mal Ausschau nach Stoff(en) für die Rückseite halten und einen Plan erstellen. 

Mancheiner stellt da schon kritische Fragen...
Nein, der Quilt ist nicht für dich (aber ich hab hier im Haus durchaus schon eine Fellnase sich dicht an einen Quilt kuscheln sehen...). Schnell hängt mal so ein Quiltzipfel vom Sofa hinab und wird gleich genutzt.
Nee, ich nähe keine Quilts für meine Hunde - da liegen schon zwei bis drei Pläne für Quilts in der Warteschleife  (und die werden nicht bis Weihnachten fertig, lasst alle Hoffnung fahren, liebe Töchter).    

Und derzeit muss man ja nebenbei auch noch den Spätsommer Frühherbst ausgiebigst genießen, bevor man sich in die warmen Decken flüchten wird...