Sonntag, 29. September 2013

Der Nebelbaum

Botanisch unbekannt ist er unter seinem, von mir erteilten, Spitznamen. Sommers über hat er sich nicht ins Blickfeld meiner Kamera geschlichen. Doch graut der Herbstmorgen nebelverhangen, suchen ihn mein Augen sofort, wenn ich dem Hund auf diesem Weg, der sich ins Ried schlängelt, folge. Der Nebelbaum, der mit seinen mistelgeschmückten, feingliedrigen Weidenarmen das Nebelgrau als vorzüglichen Hintergrund für seine filigrane Silhouette schätzt, hat schon seine Zweige gerichtet. Mystisch, geheimnisvoll, magisch.



Rebekka (theboxingduck) in Edinburgh, die am letzten Sonntag eines Monats die Baumfreunde sammelt, kennt gewiss auch die Magie des Nebels.

Samstag, 28. September 2013

Morgennebelmorgen

Morgennebel legt seinen nässenden Hauch auf die Landschaft. Das Licht stimmt sich schon ein auf die herbstliche Nebelmagie. Durchs Nebelloch schimmert schwaches, kurzes Sonnenblinzeln, dann zieht sich die Blinzlerin wieder die Wolkendecke über den Kopf und mutiert zur Langschläferin. Ihr Wecker klingelt erst mittags.




Das Morgennebelgrau wird heute zur Himmelssammlung von Katja verschoben (dieRaumfee) 

 




Donnerstag, 26. September 2013

Fundstücke - Finds

"Die Welt ist voll von Sachen, und es ist wirklich nötig, dass sie jemand findet."
Pippi Langstrumpf (Astrid Lindgren)

Fundstück bei unserem Familienbesuch in Vermont/ USA ... Wenn das Grundstück so groß ist, dass man bei Schnee den Driveway als Rodelbahn nutzen kann und sich keine Sorgen machen muss, dass einem im eiskalten Winter das Holz zum Heizen ausgeht, dann gibt es immer genug Interessantes im "Garten" zu finden.
Also ich hab jedenfalls was gefunden, was irgendwann mal dort abgestellt und vergessen wurde.


     Nic von Luziapimpinella sammelt heute ein, was heute gefunden wurde.

Mittwoch, 25. September 2013

Septemberworte

Aufmunternde, inspirierende und auch wunderliche Worte, die mir im September vor die Linse kamen.

  1 - Insel Mainau 2 - Schmieder Kliniken  3 - Parkplatzschild USA

Dienstag, 24. September 2013

Septemberliebe

Jetzt, wo es wirklich amtlich ist - der Herbst hat das Zepter übernommen, ganz undemokratisch und ohne Wahlzettel - wirft sich der September ins Zeug, mein Herz für sich zu gewinnen.


Ich liebe die frühherbstlichen Morgenstimmungen, egal ob die Sonne sichtbar aus dem Dunst erscheint oder ob sich alles in Nebel hüllt.
Ich liebe den Morgentau auf den Herbstblumen.
Ich liebe die Herbstfarben, in der Natur und auch bei meiner Kleidung .
Ich liebe die Herbstküche, Kürbis, Quitten, Maroni, Feigen....
Ich liebe die Septemberfrüchte, vor allem die Trauben aus unserem Garten.
Ich liebe es, Herbstliches zu sammeln, ob Kastanien, Hagebutten, Bucheckern, Eicheln.
Ich liebe die Septembersonnenuntergänge.

September, du bist heute mein Held (und bestimmt bis zum Ende der Woche, schließlich verwöhnst du uns hier im Südwesten gerade mit Temperaturen über 20 Grad und Sonnenschein).


Samstag, 21. September 2013

Samstagskaffee

Kurze Morgenhunderunde am See - die Nebel heben sich, der Vollmond scheint besseres Spätsommerwetter im Gepäck gehabt zu haben.


Das muss ausgenutzt werden. Draußen vor dem Stadtcafé einen Latte Macchiato trinken und die Sonne genießen. Der Lockenhund wird derweil von kleinen Kindern gestreichelt. Ein schöner Spätsommersamstagmorgen.  


Samstagskaffee gibt es immer bei Ninja.

Septemberhimmel

Der letzte Mohn - tapfer reckt er sich zum Himmel, der sich heute nachmittag doch noch entschlossen hat, sich blau zu gewanden. Bald wird der Mohn dem Laub das Erröten überlassen.


Frisch gerundet schaut er durch den nächtlichen Wolkenseidentaft - der Septembermond.


Die liebe Katja, die himmelsblicksammelnde Raumfee, bekommt heute Mohn- und Mondhimmel geschickt.

Freitag, 20. September 2013

Noch ein 12tel Blick

Dass ich ganz geplant einmal im Monat von derselben Aussichtsstelle für das Fotoprojekt 12tel-Blick den Blick auf den See fotografiere, wisst Ihr ja mittlerweile. HIER könnt Ihr es verfolgen, meinen Septemberblick habe ich schon vor zwei Tagen auf dem Blog vorgestellt.

Irgendwann ist mir bei der Durchsicht meiner Fotos aufgefallen, dass ich in diesem Jahr ganz ungeplant mit der Kamera die Entwicklung eines recht ungewöhnlichen "Sees" verfolgt habe, da diese mich beim Vorübergehen immer wieder fasziniert hat. Die Ungeplanheit schlägt sich einmal im Perspektivenwechsel nieder.


Der Litzelsee liegt in einer Mulde in den Moränenhügeln unweit des Bodenseeufers und erscheint nur temporär, nicht vorhersehbar und auch nicht in jedem Jahr. Oft ist er nur für ein paar Wochen zu sehen, n diesem Jahr allerdings für eine längere Zeit. Seit Ende der 80iger Jahre steht der Litzelsee als Naturdenkmal unter Schutz.  

Januar
 Februar (von Schnee und Eis bedeckt)
März - diesmal aus zwei Perspektiven

April
Mai
Juni
Juli
August
 September

Ich werde bis zum Jahresende auch die Entwicklung des Litzelsees (der jetzt nur noch klein und mickrig und bald wohl verschwunden sein wird) mit der Kamera weiter verfolgen.
Tabea, von der die tolle Projekt-Idee stammt, sammelt alle Fotos der TeilnehmerInnen des 12tel Blicks Projektes am 20. jedes Monats auf ihrem BLOG.

 

Donnerstag, 19. September 2013

Septembermorgen

Guten Morgen, Septembertag. Bist du einer von jenen, die ihr Gesicht schon in Richtung Herbst heften und mich mit kalten Regentropfen und frische Windböen begrüßen? Mimst du den Wolkenschieber, der schon in der Nacht die Spinnweben mit Wasserperlen schmückte und die Farben der verbliebenen Blümen rein gewaschen hat?
Oder liebst du die sanften Übergänge und langsame Abschiede, zarte Sonnenaufgänge und milde fruchtige Düfte, ordnest dem See die leichte
Wellenfrisur?
Der Morgen hat etwas Magisches, ich lass mich gern von dir verzaubern, lieber September.



Variantenreiche Septembermorgen könnt Ihr heute bei Nic von Luziapimpinella entdecken.

Mittwoch, 18. September 2013

Projekt 12tel Blick im September

12 Monate -12 Fotos - 1 Fotomotiv
Der September hat es in sich. Mal lockt er mit spätsommerlicher Wärme und streichelt zart mit Sonnenschein, dann schiebt er dicke Regenwolken über unseren Häuptern zusammen und pustet mit kalten Atem, dass wir nach unseren Herbstjacken schauen. Spätsommer und Frühherbst, der September hat alles auf Lager.

Vor einer Woche zeigte sich der See bei meiner Aussichtstelle mit feinen gleichmäßigen Wellen, die ein sanfter Wind vor sich her schob. Das sommerliche Himmelsblau war aber schon verschwunden.


Doch erst jetzt ist der Zeitpunkt des Monatsfotos gekommen. Auf dem Weg zum See wurden wir vom Regen überrascht. Die Zeit der lustigen Segelpartien und Bootsausflüge ist vorbei, auch die Schwimmer zeiht es nicht mehr ans Ufer, sondern ins Hallenbad.


Der Fotobegleithund zeigte sich auch wenig begeistert von der steifen Brise. Apportieren würde er ja gerne, aber mit 10 Jahren bevorzugt er seinen Bahnen doch lieber bei weniger Seegang zu ziehen. Deshalb gibt es dieses Mal nur ein Bällchenspiel im seichten Uferbereich.


Die Fotos der vergangenen Monate könnt Ihr auf der Seite 12tel Blick und 12tel Hundeblick im Großformat anschauen.

 Tabea, von der die tolle Projekt-Idee stammt, sammelt alle Fotos der TeilnehmerInnen des 12tel Blicks Projektes am 20. jedes Monats auf ihrem BLOG.


Dienstag, 17. September 2013

Heldin des Alltags

Früher Schrecken der Straße, mit mindestens 77 Leben ausgestattet, Kämpferin, Cleverle, Rudeloberhaupt, Hundebändigerin....
Einundzwanzig Jahre alt -  doch kuschen noch immer die drei großen Hunde vor ihr und schlabbern ihr vorsichtig die Ohren sauber. Klapperdürr, ihr Gang gezeichnet von einem Unfall vor 10 Jahren (Autos sind doch stärker und schneller...), immer hungrig, doch wählerisch und nörgelig, verputzt Tütenweise Katzenfutter, solange es nicht teuer oder biologisch ist. Wird der Napf nicht rechtzeitig gefüllt, ertönt lautes Geschrei des tauben Kleintigers.
Langsam scheint sie die Demenz einzuholen - oder ist es nur Sturheit und Boshaftigkeit, dass sie die beiden Katzentoiletten gelegentlich ignoriert und sich andere inoffizielle Pieselstellen im Haus sucht? Letzthin zog ich sie im letzten Moment aus dem Hundekorb, wo der schockierte Lockenhund mit großen Augen ungläubig zuschaute....

Was für eine Heldin, meine kleine Nervensäge....


Alltagshelden werden dienstags immer von Stephie (robotiliebt) gesammelt.

     

Montag, 16. September 2013

Sommerpost versus Herbststimmung



Während ich Regenmantel und Gummistiefel aus dem Schrank krame, liegt immernoch Sommerliches im Briefkasten. Das macht schon etwas wehmütig  - und ein bisschen hoffnungsheischend: vielleicht gibt er doch noch eine Abschiedsvorstellung, der liebe Sommer....
Lieblingssommerplätze, sorgsam in kleine Streichholzschachteln verpackt, erwarten mich und wärmen mich mit sommerlichen Gedanken (während es im Kamin knistert....)


In die brandenburgischen Seenlandschaft führt mich Ghislanas(Blog Jahreszeitenbriefe) Sommerpost und verortet gleich mit einem interessanten Informationsflyer des Naturparks Dahme-Heideseen und einem Ausschnitt aus einer Wanderkarte, der eine Seite der Schachtel schmückt.

Dass es ein heißer Sommer war, zeigt nicht nur ihre Karte, sondern vermittelt auch die Schachteloberseite mit ihrem handgeschöpften, sommersonnengelben, mit kleinsten Pflanzenteilen durchsetzen Papier. Die geöffnete Schachtel lässt den Lieblingskiefernwald sehen und riechen: Kiefer, Rinde, Moos, Flechte und schöne Blumen.
Was für ein luftiger Sommerort.
Vielen Dank, liebe Ghislana!


Zum Seerosenteich geleitet mich Sabine (Blog 8same) und gibt mir in dem weißen eleganten Origamivogel einen edlen Begleiter. Ich bin voller Hochachtung, denn für Origami fehlt mir neben der Fingerfertigkeit vor allem die Geduld. Wie fein!
Am melancholischen Gedicht über die Liebeswirrungen im „Garten des Herrn Ming“ von James Krüss habe ich meine Freude, denn es passt so wunderbar zum Bild des Seerosenteichs. Natürlich wohnt dort auch ein Frosch, den hat Sabine gleich mitgeschickt.
Lustigerweise bin ich am Morgen, bevor der Bote diese Sommerpost brachte, an einem Seerosenteich vorbeigegangen. Vielen Dank, liebe Sabine. 

HIER findet Ihr alle Sommerpostschächtelchen und weitere Informationen zu dieser Mailart-Aktion.

Samstag, 14. September 2013

Spätsommersamstag

Noch kann ich meinen Kaffee draußen auf der Terrasse trinken und spätsommerliche Gefühle aufwärmen. Heute ist es (noch) warm und die Sonne schiebt sich sogar durch die Wolken . Als wir die Beeren auf dem Markt kauften, regnete es. Den Wetterbericht für die nächste Woche versuche ich, aus meinem Bewusstsein zu verdrängen.
.(Dieser Samstagkaffee geht zum ersten Mal in Ninjas Kaffeerunde.)  



Der Morgenspaziergang mit dem Lockenhund führte mich wie jeden Samstag zum See. Die Runde ist kürzer, denn Locke darf danach mit in die Stadt fahren.
Ich liebe diese morgendlichen Seestimmungen. Sie sind immer so zart und filigran, wie ein hingehauchtes Aquarell. Am Morgen zählt jede Minute, da muss man seine Kamera immer zur Hand haben.



Samstags sammelt Katja sonst immer die Himmelsbilder. 

Freitag, 13. September 2013

FFF Freitagsbücher

Lieblingsbücher auszuwählen und mich dabei auf fünf zu beschränken, würde mich vor eine schier unlösbare Aufgabe stellen. Wie gut, dass Steffi die Freitagsfragen nach den fünf empfehlenswerten Büchern etwas weiter und freilassender formuliert hat.
Ich greife schnell nach ein paar Bücherlieblingen der letzten Monate und versuche mal, die Genre locker zu mischen..

Raquel J. Palacio: Wunder
Bereits im Februar war ich mir sicher, das dies wohl mein Lieblingsbuch des Jahres werden würde.

HIER (click) habe ich eine kleine Buchbesprechung darüber geschrieben.
Ich kann es Euch nur ans Herz legen: unbedingt selber lesen und am besten noch ein paar Exemplare verschenken.

Ottolenghi und Tamimi: Jerusalem
Schon im Frühjahr habe ich sofort die deutsche Ausgabe geordert und bin noch immer total von diesem Kochbuch begeistert. Wie man an der Zahl der kleinen Lesezeichen sieht, wird das Kochbuch oft benutzt.
Wer sich für die Küche des multikulturellen Jerusalem interessiert, kann HIER meine kleine Buchbesprechung lesen.

S. Chönz u. A. Carigiet: Flurina und das Waldvöglein.
Ein Schweizer Kinderbuchklassiker, den meine Kinder schon ziemlich abgeliebt haben, wie man am Bucheinband erkennt. Letztens habe ich das Buch über Schellenurslis Schwester wieder durchgeblättert, als ich ein Exemplar verschenkt habe.

Colin Meloy und Carson Ellys:
The Wildwood Chronicles
I - Wildwood
II - Under Wildwood
III - Wildwood Imperium (Feb. 2014)
Ein Jugendbuchbestseller aus den USA (den ich am liebsten im englischen Original lese) mit herrlichen Illustrationen der den Leser in die Undurchdringliche Wildnis führt. HIER habe ich ein bisschen darüber berichtet. Anfang nächsten Jahres erscheint der 3. Band. Inzwischen sind die beiden ersten Bände auch ins Deutsche übersetzt worden.  

Auf meinem Ebook-Reader:
Helene Wecker: Golem und Dschinn (The Golem and the Jinni)
Das Buch habe ich bereits im Sommer auf Englisch gelesen.
Unwiderstehlich, fantastisch, magisch. Ein Buch der ganz besonderen Art, HIER  habe ich den Inhalt kurz zusammengefasst.

Mehr empfehlenswerte Bücher findet Ihr heute bei Steffi von ohhhmhhh...

Donnerstag, 12. September 2013

12von12 im September

Heute ist schon wieder der 12. - Schreck-lass-nach - und auch noch Donnerstag....

 Morgenspaziergang mit dem Lockenhund. Nein, das ist er nicht! Guten Morgen, Schaf!  Der Herbst naht - alles wird farbenfroh. Türkis auf Schafshaupt - Farbenpracht im Gebüsch.

Blumenpflücken am Waldrand, Locke schaut schon mal. ob Eichhörnchen unterwegs sind...

Einkaufen in der Schweiz - man gönnt sich ja sonst nichts. Irgendwer muss ja die Schweizer Geschäftsleute unterstützen, wenn die Schweizer schon alle in Deutschland einkaufen...

Schnell noch in der Schweiz tanken, sonst komme ich nicht mehr heim.
Beim Einkaufen in Deutschland freue ich mich an der Gestaltung des neuen Einkaufsmarktes.

Schneller leckerer gesunder Imbiss daheim.
Die Näharbeiten warten schon auf mich.

 Ein Geburtstagsgeschenk ist fertig. Pscht. Hier wird nichts Weiteres verraten.

Der Regenspaziergang ist fällig, aber zuerst muss wohl noch Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Nachher steht der Entscheidungsprozess an. wer nun in das Kürbis-Curry wandern wird.

Und wenn alles klappt, komme ich vielleicht heute zum Lesen.

Caro von Draußen-nur-Kännchen organisiert die 12von12-Aktion.

Goldschätze

"Love is the only gold."

 Alfred Lord Tennyson 

Das kalte Metall Gold hat den Menschen noch nie viel Glück gebracht, weder denen, die es mit eigenen Händen schürfen, noch jenen, die nur danach streben oder solchen, die es in Tresoren horten.

Das "Gold" im übertragenen Sinn, scheint mir durchaus positiver - und der goldene Sonnenschein, der goldene Herbst schon allemal. 

Dieser kleine Lockenkopf hat gerade einen fulminaten Fund gemacht: Dinosauriereier!
Und wer alle Dinosaurierarten auf Deutsch und Englisch kennt und später Paläolontologin werden will, weiß, dass das ein wahrer Schatz ist, der kaum mit Gold aufzuwiegen ist. (Was sind wir Erwachsenen manchmal so arm, was haben wir alles verloren.)

Kleiner lockiger Goldschatz!  


Bei Nic von Luziapimpinella werden heute Goldschätze aufgetürmt. Gleich mal HIER reinschauen...

Mittwoch, 11. September 2013

Herbstfreuden: Kastanien

Der Anblick von frühherbstlichen Kastanien bewirkt bei mir unwillkürlich temporäre Rückenwehsymptome.
Trotzdem hebe ich immer ein paar auf und stopfe sie in die Taschen. Ihre einfache Schönheit fasziniert mich, meine Finger fahren so gern über die glatte, edle frische Oberfläche.
Der Rücken gibt rasch Ruhe und lässt der Erinnerung Raum, sich auszubreiten.

Als meine Töchter im Kindergartenalter waren, habe ich meinen Einkaufsrollwagen aus Weide im Frühherbst hinter mir her Richtung Wochenmarkt gezogen. Mein Weg führte mich kurz durch den Park, in dem eine Vielzahl Kastanienbäume standen: In der Nacht zuvor hatte der Sturm eine große Menge Kastanien von den Bäumen geschüttelt. Sie sahen so herrlich braun und glänzend aus, dass ich nicht widerstehen konnte, einige zu sammeln und in den Wagen zu werfen. Und noch ein paar. Und noch ein paar.
Es gibt so Momente, wo eine zügellose Sammelwut von mir Besitz ergreift...
Ihr ahnt, wie die Geschichte weiterging, oder? Am Ende war die Karre bis oben hin voll mit Kilomengen an Kastanien.
Mein Kinder waren begeistert. Die Puppenküche und der Kaufladen wurden mit Kastanien bestückt. Kastanientiere und Kastanienketten konnten das Haus überfluten.
Aber in den nächsten Tagen plagten mich arge Rückenschmerzen...

Nordamerikanische Kastanienameise  (Vermont Chestnut Ant)  


Dienstag, 10. September 2013

Vorsichtige Annäherung - Helden des Alltags

Obwohl ich den Herbst eigentlich mag, fällt es mir in diesem Jahr sehr schwer, mich vom Sommer zu trennen. Immer wieder drängt er sich noch einmal vor und umgarnt mich mit Sonne, Wärme und Himmelsblau. Nein, nein, der Herbst kommt noch lange nicht, wir haben immer noch Sommer. Jawoll.

Doch in unser Haus ziehen ganz allmählich und immer mehr zur alltäglichen Gewohnheit werdend, herbstliche spätsommerliche Boten ein.
Sie sind heute meine Helden des Alltags. Denn täglich erfreut mich nun der Anblick der reifenden Trauben, an unserem Hochterrassengeländer. Bald müssen sie mit einem Netz vor kecken Vögeln und interessierten Hundenasen geschützt werden.
Auch habe ich schon zum zweiten Mal einen Karton mit Kürbissen ins Haus getragen, weil ich nicht ohne Stopp am Hof meiner Kürbisbäuerin vorbeifahren konnte (geht gar nicht, wenn da Orangenes vor dem Tor leuchtet...) 
Meine Alltagshelden werden mir in den nächsten Wochen helfen, mich ganz vorsichtig und behutsam an den Gedanken zu gewöhnen, dass der Spätsommer irgendwann in den Herbst münden wird.
Und dann lasse ich mich gelassen ins bunte Herbsttreiben fallen. Aber erst dann!




 Wer weitere Helden des Alltags kennenlernen möchte, schaut bei "Roboti liebt" vorbei.

Sonntag, 8. September 2013

Schiff an Land


Auf dem heimischen Bodensee fährt mit dem Dampfschiff "Hohentwiel" ein Schaufelraddampfer - klar, dass mir in den Staaten gleich am ersten Tag ein Schiff ganz besonders gefiel:  
  




1906 lief der Seitenraddampfer Ticonderoga vom Stapel und fuhr bis 1953 auf dem Lake Champlain im Linieneinsatz und als Ausflugsdampfer und bediente Häfen am Ufer der Bundesstaaten New York und Vermont.
 Das Schiff entging der Verschrottung und sollte eine Überlandreise vollziehen: Electra Havemeyer Webb kaufte es und ließ das Schiff im Rahmen der Gründung des Shelburne Museums zwei Meilen vom See nach Shelburne transportieren.
Dort kann man heute auf dem Schiff schauen, wie man im Jahre 1923 auf dem See reiste.