Montag, 15. Juli 2013

Der Gurkenkönig

Mmmmh! Wie herrlich duften frisch geerntete Gewürze in der Küche und verfeinern die Gerichte. Fröhlich tummeln sich in einem kaum noch überschaubaren Gemenge von  Tontöpfen unterschiedlichste Thymian und Salbeiarten, Majoran, Rosmarin, Bohnenkraut, eine Vielzahl von Minzen, Estragon, Koriander, Kerbel, Ysop, Currykraut, Lavendel, Würzrucola  ... etc.etc. auf unserer Terrasse. Sogar die Wasserminze fühlt sich an unserem Miniteich im Gärtchen minzigwohl.
Mit Sommerbeginn hat endlich wieder eine Majestät Einzug gehalten. Nachdem der Vorgänger im Vorjahr irgendwelchen monarchiefeindlichen Kräften im gefährlichen Garten zum Opfer fiel, thront der Nachfolger nun dieses Jahr an einem vom Oleander halbbeschatteten Platz auf der Hochterrasse.

Der Gurkenkönig, mit liebevollen Beinamen wie Wohlgemut, Himmelsstern, Liebäugel und Herzensfreund bedacht, zeigt bei uns ein blaublütiges Sternengesicht. In seiner Familie versammeln sich aber auch Weiß- und Violettblütler.



Rau und behaart gibt er sich oft eher bärbeißig, weshalb man ihm sparsam seine jungen Blätter abbittet, um den Geschmack von Gurkengerichten, Kräuterbutter, Kartoffelsalaten, Fisch, Sossen (Grüne Sauce),  Gemüse- und Hackfleischgerichten gurkenköniglich zu veredeln.
(Im Geheimen und hinter vorgehaltener Hand sei gesagt, dass auch die Blüte essbar und äußerst dekorativ ist. )

Ob sein eher grober Name Borretsch aus dem Lateinischen, Arabischen oder Keltischen stammt, sollen die Sprachwissenschaftler unter sich ausmachen. Er selber würde wohl die keltische Herkunft wählen, denn das keltische borrach bedeutet Mut.

Nehmt in der Küche mal eine Gurke, saure Sahne, Essig, Olivenöl, Sals und Pfeffer, ein paar junge  Borretschblätter und -blüten zur Hand und kreiiert einen Salat, Das geht ganz schnell und schmeckt köstlich.
Die Blüten erst zum Schluss hinzugeben, sonst verfärben sie sich unter Essigkontakt.



Am Montag schalte ich nun immer den Makromodus ein und schau mir Dinge mal von ganz nahe an.
Hier findet Ihr noch mehr davon.


Kommentare:

  1. Ich liebe die Borretschblätter und -blüten auch sehr. Nur im vorletzten Sommer war der Borretsch nach unserem Urlaub der Meinung, ihm gehört der ganze Gemüsegarten. Da waren wir nicht so gut Freund miteinander.

    Liebe Grüße
    Nula

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  2. konnte es kaum glauben, dass es fuchsschafe gibt ;) toll, dass du wen kennst, der schafe züchtet!

    tabea grüßt

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  3. Der kommt tatsächlich majästetisch daher! Borretsch im Gurkensalat werde ich mir merken.
    Vielen Dank für das Zeigen der tollen Aufnahmen!
    Liebe Grüße von Steffi

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  4. Ich liebe die Borretschblühten, die Blätter habe ich aufgrund ihres "erhöhten Epilierbedarfs" (ungefährer Wortlaut der Raumfee zu einem anderen Kraut) noch nie probiert. Bei mir säht er sich übrigens im Garten immer wieder selbst aus. LG Rebekka

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  5. Ich mag die Borretschblüten sehr, sie haben eine wunderbar dekorative Wirkung. Gegessen habe ich sie aber noch nicht...;-) LG Lotta.

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  6. Ich lieeeebe Borretsch - und seit nun auch deinen beinamen Gurkenkönig. Kannt ich noch nicht, ist aber entzückend! Ein bissl eine Plage ist er schon, da er immer wieder ÜBERALL durchkommen mag, aber die Bienen danken es und, dass wir das Pflänzchen so lieben.

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