Dienstag, 5. Februar 2013

Jerusalem

Mittlerweile habe ich schon ein paar Gerichte aus dem tollen Kochbuch von Ottolenghi und Tamimi: Jerusalem zubereitet. 
Doch zunächst habe ich in dem Kochbuch erstmal ganz ausführlich geschmökert. Die Autoren führen ihre Leser liebevoll mit einem langen Vorwort in die Geschichte und die Küche des multikulturellen Jerusalems ein. Auch jedes Gericht erhält eine schöne, längere Einleitung, die den Blick auf spezielle Zutaten, Gewürze, Art und Weise der Zubereitung, Historie, auch mal auf persönliche familiäre Hintergründe lenkt. Es macht Spaß, sich da einzulesen.   

Mir haben die wirklich gut fotografierten Bilder gefallen, sie konzentrieren sich auf das Gericht und stellen zusätzlich eine Verlockung dar, gleich mit dem Kochen loszulegen.
Die Kapiteleinteilung ist logisch (Gemüse, Gefülltes, Fleisch etc. ), das Register ordnet gleichzeitig nach Zutaten, als auch nach Rezeptbezeichnungen.
Das Buch verfügt über ein Lesebändchen, mehr wären auch nicht unpraktisch gewesen. Aber ich pflastere die Kochbücher eh meist mit Klebe-Merkzetteln voll. 

Ich bin ja ein Fan von wirklich professionell designten Covern. Für dieses tolle Kochbuch wurde ein wunderschön gestalteter Leineneinband gewählt, der sich auch gut anfühlt – aber…. Das Problem ist nur, dass er sich überhaupt nicht für den Einsatz in der Küche eignet (zumindest nicht in meiner). Also muss ich das Buch auf dem Esstisch ablegen und ab und zu zwischen Herd und Esstisch pendeln. Hält ja auch fit…

Fazit: mich fasziniert diese Vielfalt an kulinarischen Einflüssen, die in diesem Kochbuch zusammenfließen. Obwohl ich zwei riesige Gewürzschubladen habe (ca. 65 Gewürze), fehlten mir denn doch zum Nachkochen zwei, die ich mir gleich besorgt habe Sumach und Za’atar.

Uns hat der Kürbis mit Tahini-Sauce sehr gut geschmeckt.



1 gr. Butternusskürbis (1,5 kg) in 2x6 cm große Streifen geschnitten (ich habe Muskatkürbis genommen, das passte auch)
2 rote Zwiebeln in Spalten
50 ml Olivenöl
3 ½ EL helles Tahini (Sesampaste)
1 ½ EL Zitronensaft
1 kl zerdrückte Knoblauchzehe
30 g Pinienkerne
1 EL Za’atar
1 EL grob gehackte glatte Petersilie
Fleur de Sel  u. schwarzer Pfeffer

Backofen auf 240 Grad vorheizen.
Kürbis und Zwiebeln in einer großen Schüssel mit 3 EL Olivenöl, 1 TL Salz und etwas Pfeffer mischen. Alles auf einem Backblech vermischen (falls man die Schale am Kürbis belassen hat, mit der Schale nach oben) und 30-40 Minuten in den Backofen schieben, bis das Gemüse weich ist und etwas Farbe angenommen hat. Darauf achten, dass die Zwiebeln nicht zu dunkel werden, da sie schneller gar sind als der Kürbis und deshalb früher aus dem Ofen müssen. Das Gemüse aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.

Tahini in einer kleinen Schüssel kräftig mit Zitronensaft, 2 EL Wasser, Knoblauch und ¼ TL Salz verrühren, bis es die Konsistenz von sehr flüssigem Honig hat.

Mit dem restlichen Öl die Pinienkerne mit ½ Tl Salz in einer kleinen Pfanne 2 Minuten unter häufigem Wenden goldbraun rösten. 
Das Gemüse auf einer großen Platte anrichten. Mit der Tahini-Sauce überziehen, die Pinienkerne mit dem Öl darauf verteilen und mit Za’atar und Petersilie bestreuen.     

 .





Kommentare:

  1. Mensch, liebe Andrea...65 Gewürze...bei dir möchte ich gern mal mit am Tisch sitzen...ist bestimmt ein Genuß...LG Lotta.

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  2. mmmhhh das hört sich köstlich an
    Gruß
    Betti

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