Sonntag, 30. April 2017

12tel-Blick(e) im April

Ein Jahr lang schaue ich einmal im Monat von denselben drei Aussichtspunkten  und beobachte, was sich so getan hat.

Im März mutmaßte ich, dass die Natur im April einen großen Sprung tun würde. Das hat sie durchaus. Ganz dynamisch hoppelte der April wettertechnisch durch die Gegend...
Der Monatsbeginn war mild und freundlich, so dass es hier am See nur so spross und um die Wette blühte.

Prächtig bunt präsentieren sich die Beete im kleinen Uferpark und der Rasen wird eifrig gepflegt. Die Sonnenschirme im Hintergrund weisen daraufhin, dass das Café geöffnet ist. Morgendliche Gäste genießen bereits die Aussicht.


Am See, 12. April,
 vormittags, sonnig,
im Hintergrund Rasenmähfahrzeug
Detail: Blumenvielfalt auf den Beeten



Den Weg zum Schlösschen habe ich in diesem Monat zweimal besucht, aber irgendwie habe ich wohl die Baumblüte verpasst. Dafür gab es schon eine Menge Pusteblumen in der Wiese. Zu weit gehe ich da aber lieber nicht hinein, denn gerade ist die schlimmste Zeckenzeit. 


Schlösschenblick, 24. April, sonnig
die Baumblüte verpasst
Detail: die ersten Pusteblumen 



An den Streuobstwiesen gehe ich öfters entlang, so dass ich hier die Aprildynamik schön einfangen konnte. Am 1.April zeigten sich die zarten Blättchen an den Bäumen, am 7. April kann das kleine Lockenmädchen die ersten Baumblüten anschauen (stattdessen sucht sie gerade nach schönen Steinen auf dem Acker...). Nur zwei Tage später blüht der große Obstbaum in voller Pracht, so dass er mit der Blüte am 20., als es morgens zum ersten Mal in diesem Monat schneit, bereits fertig ist.

1. April

7. April

9. April


Streuobstwiesen, 20. April, nachmittags, nach dem Aprilschnee
kalt und wolkig
Detail: noch sehen die Blüten schön aus 
Dieses Foto wähle ich als Aprilfoto aus, weil er da gerade seine kalte Schulter zeigt... 

Dies sind die Blüten des mittleren Baumes. Seine Blütezeit fiel genau in die Zeit des Schneefalls und der Nachtfröste.


Es bleibt abzuwarten, was für Auswirkungen diese winterliche Episode des Aprils auf die Obsternte haben wird.
Ob die Eisheiligen auch noch frostige Überraschungen bereit halten?? Hoffentlich nicht, ich würde mich über einen richtig feinen wonnigen Mai freuen!




Am 30. jedes Monats bietet Tabea  auf ihrem Blog eine Plattform für alle Teilnehmerinnen dieses feinen Fotoprojektes. Danke, Tabea!

Samstag, 29. April 2017

Unmögliches vor dem Frühstück {Samstagsplausch}

"Manchmal denke ich bereits vor dem Frühstück an sechs unmögliche Dinge."

"Why, sometimes I've  believed in as many as six impossible things before breakfast."

Lewis Carroll (Alice in Wonderland)

Butterblümchen im Schnee

Tja, manchmal werden dann unmöglich gedachte Dinge doch Realität...



GESUCHT: nach einem richtig schönen Frühlingshimmel, aber es war nur dieser eine vom letzten Montag zu finden. Sonst gab es nur graue Exemplare.

GEDACHT: an 6 unmögliche Dinge vor dem Frühstück. Neue Übung.

GEBACKEN: Rhabarberkuchen, Rhabarbercrumble, Dreiecksbrötchen

GELESEN: Nach Jahren mal wieder gelesen - Haruki Murakami: "Kafka am Strand" (werde noch darüber berichten)

Walnussbaum nach dem Frost

GENERVT: über erneuten Schneefall und den Frost. Die Schäden an Obst- und Nussbäumen und Weinreben sind gewiss groß.

GENÄHT: leichte Tüllbeutel für den Einkauf von Obst und Gemüse, um die Benutzung von Plastiktütchen zu vermeiden. Geht ganz schnell. (Anleitung z.B. bei Tee & Kekse). Ich habe beim Nähen des Tülls mit französischen Nähten gute Erfahrungen gemacht. Als Fläche für das Aufkleben von Preisetiketten nähte ich vorher kleine Reststücke eines weißen Duschvorhanges auf den Tüll.

GESCHICKT: ein großes Paket in die Staaten, das innerhalb von vier Tagen ankam (ich verschicke mit der Schweizer Post, *hüstel*)  

GEÄRGERT: doppelt mehrfach: zum einen über den Zeckenbiss am Oberarm, zum anderen, dass ich im Winter vergaß die FSME-Schutzimpfung aufzufrischen. Dann dass ich ein Knöllchen wegen Falschparkens bekam (reine Schikane an der Stelle) und mit steifem Nacken heimfuhr. Und das alles an ein und demselben Tag.
 
Frühlingsplatterbse, Bachnelkenwurz, Günsel, wechselblättriges Milzkraut

GEPFLÜCKT: Frühlingsblumen am Waldrand, während der Lockenhund seine Nase ins Grün steckt (und Gras frisst, ganz schafsmäßig. Stecken doch ein paar Schafsgene hinter den Locken?)

GETRUNKEN: die selbstgemachte Chai-Tee-Mischung der mittleren Tochter

GEKOCHT: Spargel, da bin ich sehr kreativ, habe in den letzten Jahren vielfältigste Spargelrezepte gesammelt

GEFREUT: über den feinen Lesetipp fürs Wochenende von Karen - Das Schweizer Magazin schreibt wunderbar kurzweilig und interessant über Finnland



GEBLÄTTERT: in Pflanzenbestimmungsbüchern...

GEMERKT: dass es stimmig ist, die Verlinkmöglichkeit bei der Challenge einen Monat frei zu schalten. Auch bei der Eye-Poetry # 03 treffen immer noch feine Beiträge ein. Wie schön!!

GEHOFFT: dass der gestrige Sonnenuntergang ein schönes Wochenende verspricht


Ja, dieses Wochenende will ausgenutzt werden. Kein Regen, kein Schnee, kein Frost und dafür dann endlich mal wieder die Sonne sehen. Wahrscheinlich eilen alle Leute an diesen beiden Tagen raus in die Natur. Vielleicht trifft man gar jemanden im Wald an. Lohnen würde es sich, denn die Maiglöckchen hocken allerorten und scheinen nur auf den Startschuss zu warten.

Die Tasse Kaffee nach dem Markt auf der Terrasse einzunehmen, ist heute ein Muss. Findet die Samstagsplauschrunde heute auch im Freien statt?

verlinkt bei Andreas Samstagsplausch
verlinkt bei Katjas In Heaven 

Donnerstag, 27. April 2017

Monatscollage April

"Es gibt Dinge, die sind so falsch,
dass noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig ist."

Karl Kraus


* Aprilstart mit dem Besuch der ersehnten Tochterfamilie aus Vermont. Durch einen verpassten Anschlussflug (ich sag nur Schneesturm...) ging es von Island erst mal Richtung Dänemark. Die Kinder wurden von der isländischen Fluglinie mit Essen und Ablenkung wohl versorgt (Kennt Ihr auch Nonni aus Island?)

* Lauter Mädels (Töchter und Töchtertöchter) bevölkerten das volle Haus, die Männer gerieten in die Minderzahl. Was für ein Riesenspaß, aber leider nur für eine Woche, vielvielviel zu kurz!

* Bei meinem Beitrag zur Eye-Poetry # 03 haben mir die beiden Lockenmädchen I. und F. geholfen.
Mit dem neuen Thema beginne ich den Mai.  

* Gleich mehrere Bienen- und Hummelbücher (Sachbücher und Romane) waren meine Aprillektüre.

* Sommersachen für die Mädels entstanden unter meiner Nähmaschine

* Natürlich wollte die frühlingshafte Blütenpracht genossen werden, doch die Temperaturen gerieten ins Trudeln und mit Frost, Schnee und Graupel versuchte der April seinem Ruf als Launenhaftiger alle Ehre machen. Gestern noch schneite es den ganzen Vormittag. Da sieht es nicht gut um Obst, Wein und Walnüsse aus.


* Ach ja, mit den kleinen Mädchen habe ich mir Tiere angeschaut, die sie aus ihren heimischen Wäldern nicht kennen.


verlinkt bei Birgitts allmonatlicher Collagensammlung

Samstag, 22. April 2017

Orientierung im April {Samstagsplausch}

"Hänge Deine Regenwolken
zum Trocknen in die Sonne."

Phil Bosmans



Irgendwie treibe ich noch immer orientierungslos im April umher. Als die Tochterfamilie aus Amerika uns Anfang April besuchte, versuchten wir jede Minute auszukosten und zu nutzen, Zeitdehnungsexperimente sozusagen....
Danach brach erst mal die große Stille und danach gleich Ostern mit vielen Feiertagen über uns herein, so dass man vollkommen den Überblick verlor, an welchen Wochentag man denn gerade angelangt war. Folgerichtig muss man dann alles, was vorher nicht erledigt werden konnte, in eine angeknabberte Woche stopfen - Arzt, Friseur, Einkauf, Tierarzt, etc..
Und weil das nicht ausreicht, will auch der Winter noch mal kurz mitspielen, schneit, graupelt und schnupft vor der Haustür und grinst hämisch, als er merkt, dass ich die Winterklamotten schon weggepackt habe.  (Nee, der ist noch nicht weg, sondern lauert hier in der Nähe noch!!)
Menno - Friseurtermin bei Minusgraden - ich hasse das!!
Kein Wunder, dass dann wichtige Geburtstage sich plötzlich und vollkommen unerwartet vor einem aufbauen, da man sich doch noch in einer einwöchigen Entfernung wähnte.

Also, ganz langsam, zur Verankerung. Heute ist Samstag, der 22. April, Den ganzen Tag lang.

Vierblättrige Einbeere

GELERNT: im Wald  haben wir eine interessante Pflanze entdeckt (s.o.). Mal sehen, wie lange ich mir den Namen merken kann. Letztens stand ich vor einer, deren Namen ich letztes Jahr nachgeschlagen hatte. Irgendwas mit einem Organ. grübelte ich. Lunge? Herz? Blase? Niere?? Milz!!! Milzkraut  Ha!

GEWÜNSCHT: als ich im Schneetreiben am See entlang nach Überlingen fuhr, dass ich meine Kamera dabei hätte und auf dem Beifahrersitz säße.... Das Licht und die Stimmung waren genial. Manchmal muss man es einfach aushalten, etwas einfach nur anzuschauen, zu erleben und nicht nur durch eine Kamera  einzufangen. Das fällt mir in solchen Momenten so schwer....

GEKOSTET: Jalapeno Pepper Jelly, den meine mittlere Tochter aus Vermont mitbrachte. Scharf, aber sooo lecker.  Der wird nicht alt werden. (Hab schon geschaut, ob ich ihn dann selber nachmachen könnte und habe hier schon Ideen gefunden).


Das Schaumkraut scheint über der Wiese zu schweben  


GEWUSST: warum ich so gerne im Wald bin. "Shinrin Yoku" ,  die japanische Waldmedizin bestätigt mein Gefühl: Der Wald macht gesund.

GEFREUT: dass die kleinen Lockenmädchen den Wald so lieben und inmitten bewaldeter Hügel leben. Hierzulande treffe ich kaum Eltern mit Kindern im Wald.



GENÄHT: Sommersachen, die unbedingt noch ins Paket nach Vermont sollen. Kleidchen, Shorts, Top, Sommermützen - muss alles bis zu diesem Wochenende fertig werden. Ach ja, und natürlich habe ich auch noch den "Dresden-Plate-Block" genäht.

GEKÜRZT: meine Haare. Aber ich habe es noch nicht geschafft, einen neuen Friseur auszuprobieren, das habe ich auf das nächste Mal vertagt.

Dresden-Plate-Block 

GEJAMMERT: über unsere Glyzinie, die den plötzlichen Wintereinbruch mit Frost, Schnee und Graupel sehr übel genommen hat.

GEHOFFT: das die Obstbaumblüte die Kältewelle übersteht.


Obstbaum am Nachmittag nach dem Schneefall

GESTAUNT: über Eure tollen Ideen zur Eye-Poetry # 03

GESTARTET: Eye-Poetry # 04. Ich  bin gespannt, wie viele von Euch Sandstürme dieser Art erlebt haben und wie ihr diese Lebenserfahrung mit der Inspiration des Textes verarbeitet.

GELESEN: Haruki Murakami: Kafka am Strand. Aus diesem Buch stammt das Zitat für die Eye-Poetry # 04. Nach langer Zeit lese ich es erneut, vielleicht mit anderen Augen, mal sehen... Ich werde berichten, ob es mir immer noch so gut gefällt wie damals.

GESCHRIEBEN:  Ich habe es zwar in der Kommentarleiste schon geschrieben, aber ab und an wird es ignoriert oder übersehen. Bitte kommentiert immer mit Namen, anonyme Kommentare veröffentliche ich grundsätzlich nicht. Danke!

An diesem Wochenende werden wir uns mal im Garten umschauen und vielleicht das eine oder andere einsäen. Gegossen wird es in der nächsten Woche ja wieder ordentlich.
Jaja, ich weiß ja was aus dem warmen Frühling geworden ist. (Die kleinen Lockenmädchen haben den Vermonter Spätwinter hier eingeschleppt, dafür unseren warmen Frühling mit heim genommen und machen jetzt draußen Picknick. Sowas.)

Nutzt die Sonnenstrahlen an diesem Wochenende! Nächste Woche ist wieder der Erkältungstee an der Reihe. Wer trinkt heute seinen Kaffee auf der Terrasse oder dem Balkon?

verlinkt bei Andreas Samstagsplausch

den bedrohlichen Kirschblütenhimmel schicke ich zu Katjas Himmelssammlung