Samstag, 10. Dezember 2016

Mit dem Hund am Himmel unterwegs


"Graue Himmel sind nur vorbeiziehende Wolken."

Duke Ellington

Bei der Wahl der morgendlichen Runde mit dem Hund lasse ich mich meist von meiner Stimmung und dem Wetter leiten. Am Donnerstagmorgen wollte ich der Eintönigkeit des Graus auf einer freien, abwechslungsreichen, lichten Runde entfliehen. Eigentlich hat man dort auch teilweise eine schöne Fernsicht, außer halt wenn es neblig ist... Auf einer Anhöhe sah ich eine sportive Walkerin verharren und intensiv Dehnungsübungen machen. Als ich sie erreichte, lachten wir uns an. Gut gewählt war die Stelle, denn man konnte gut sehen, dass sich der Nebel zu heben schien.
Einig waren wir uns darin, dass es herrlich anzuschauen, aber von diesem Ort nicht gut zu fotografieren wäre. Schade. Naja, also haben der Lockenhund und ich uns wieder Richtung der eher für Hundeaugen und -nase interessanten Schafen begeben.
Trotzdem ließ mich die Stimmung nicht los.        


Auf der kurzen Fahrt heimwärts bog ich dann rasch Richtung See ein,  stellte das Auto ab und lief zum Ufer. Gerade im richtigen Moment. Als würde eine dicke graue Wolldecke von der Insel Reichenau gezogen.
Die Lichtverhältnisse wechselten von Minute zu Minute.


Am Abend hatte auch die Sonne ihre Hunde dabei. "Sun dogs", so nennt man im Englischen die Nebensonnen...


Gestern musste man am See einfach Glück haben. Wir sind für die Abendrunde in die richtige Richtung gefahren und konnten Himmels- und Seeaquarelle bestaunen. Auf der Rückfahrt (15 Minuten) durchquerten wir dichte Nebelsuppen.



Wenn man einen Hund hat, muss man bei jedem Wetter raus. - Was für ein Glück...

verlinkt bei Katjas "In heaven" - Himmelssammlung

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Trostkuchen {Rezept}


Irgendwie fühlte ich mich trostbedürftig. Über dem See hängt beharrlich und stabil ein dickes fieses Dauergrau, im Wald ist es deshalb noch finsterer als sonst. Das Wissen, dass in höheren Regionen der Himmel blau ist, macht das Grau nur noch dichter...
Zudem habe ich mich freiwillig einem 4-6 wöchigen Verzicht auf bestimmte Lebensmittel unterworfen, um herauszufinden, was mir neben der Laktose sonst noch Bauchschmerzen bereitet. Ausgerechnet in der besten Süßigkeiten- und Plätzchenzeit.
Tja, selber Schuld...


Kann man denn irgendetwas Leckeres, Süßes, Tröstendes, Serotoninhaltiges, Schokoladiges backen, das ohne Getreide auskommt? Und mir kein Bauchweh, sondern Glücksgefühle beschert?
Doch, das gibt es!


Gut, dass wir im letzten Monat so viele Maroni (Esskastanien) gesammelt haben. Aber momentan bekommt man sie auch noch frisch oder gegart und eingeschweißt im Supermarkt (in der Schweiz auch noch tiefgekühlt). Die ersetzen uns nämlich jetzt das Mehl, aber ohne irgendwie im Kuchen vorzuschmecken.

100 g Zartbitterschokolade (70% Kakaoanteil oder mehr)
100 g Butter (weich)
120 g Rohrohrzucker
4 Eier (Eiweiß und Eigelb trennen)
200 g Maronipüree/ Esskastanienpüree (entweder fertig kaufen, vorgegarte Maroni pürieren oder Maroni schälen, kochen und pürieren) ich habe etwas Ahornsirup und Wasser dazugegeben
125 g gemahlene Haselnüsse
1 Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz

Zubereitung:
1, Den Backofen auf 185 Grad vorheizen.

2, Die Schokolade in Stücke brechen und über dem Wasserbad schmelzen lassen.

3, Maroni zubereiten und pürieren (Letzteres muss ich noch ein bisschen perfektionieren)

4. Butter und Zucker in einer Schüssel mit der Küchenmaschine verrühren. Dann während des Rührens einzeln die Eigelbe nach und nach dazu geben  bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.

5. Maronipüree, Haselnüsse, Backpulver und die geschmolzene Schokolade unterrühren.

6. In einer anderen Schüssel die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Danach vorsichtig unter den Teig ziehen.

7. Eine Kastenform (ca. 30 cm lang) gut einfetten, den Teig einfüllen, glattstreichen und im Backofen 45 - 55 Minuten backen lassen. Mit einem Holzstäbchen eine Garprobe machen. Danach auskühlen lassen.


Ja, da fehlt schon ein Stück vom Kuchen. Das ist ja das Problem, er schrumpft ständig. Ich weiß auch nicht wie das kommt.  Wie gut, dass der schokoladige Trostkuchen leicht und schnell zu backen ist.

#laktosefrei, #glutenfrei, #fodmap, laktosefrei, glutenfrei, fodmap 

Sonntag, 4. Dezember 2016

Sonntagssplitter # 43

"Das Lachen ist die Sonne,
die aus dem menschlichen Antlitz
den Winter vertreibt."

Victor Hugo




Gehört: den neuen Song von Anna Känzig "Lion's Heart" für die Aktion "Jeder Rappen zählt" vom Schweizer Radiosender SFR 3 (dieses Jahr für Kinder auf der Flucht)

Gezählt: fotografierende Spaziergänger am Seeufer

Gefreut: dass der Lockenhund die Masse der Enten und Schwäne am Ufer komplett ignoriert hat (hat wohl von der Vogelgrippe gehört...)

Geschickt: das zweite Weihnachtspaket in die Staaten

Gestaunt: was sie dort schon für ein schneereiches Winterwetter haben

Genäht: kleine weihnachtliche Mitbringsel

Geplündert: die Weihnachtskiste und mit dem Dekorieren begonnen.

Geärgert: der kleine türkische Laden in der Stadt hat zugemacht

Genervt: dass ich einen lange vereinbarten Arzttermin absagen musste, weil die Bundesstraße wegen eines Unfalls gesperrt war und ein Verkehrschaos im Ort herrschte

Geschockt: über Backpapier, das sich im Ofen entzündet hat

Gebacken: zwei Dinkelsauerteigbrote

Gefunden: große Freebooksammlung für Nähideen

Gemocht: Goldene Birkenblätter




Einen schönen 2. Advent!

Samstag, 3. Dezember 2016

Dezemberhimmel (milde Version)


Blauer Himmel und kalt. Ja, so liebe ich den Winter.
Als würden mir die letzten Blätter zustimmen und sich noch einmal hoch strecken. Ein bisschen zeigefingermäßig...

Ich muss auch zugeben, dass meine Stimmung sehr wetterabhängig ist. Grauer Himmel, ohne Nebelformationen, ohne Chance auf Blau, möglichst noch tagelang, trübt mich ein. Gibt es dann noch Regen als Zugabe, lässt dieser meine Laune irgendwann auf Talfahrt gehen. Dann lieber Schnee!
Geht Euch das auch so?


Knackige Kälte im Winter ist mit Himmelsblau erträglich, laues naßkaltes Wetter ein Graus.

Die feinen Dezemberhimmel stelle ich wie jeden Samstag bei Katjas "In Heaven"  ein.