Samstag, 17. Februar 2018

Wahlrecht für Bäume! .... {Wochenrückblick}

"Bäume gehen nicht zur Wahl."

Horst Stern  



GEÄRGERT: auf die Frage einer Kommunalpolitikerin, warum er für kommende Generationen kaum Eichen nachpflanzen würde, meinte der hiesige Förster, das wäre zu teuer. Diese Einstellung sieht man dem Wald hier mittlerweile ziemlich deutlich an. 

GEFOLGT: dem schönen Buchtipp von Nicole für die kleinen Lockenmädchen. Da können sie mal mit ihrem Wald in Nordamerika Vergleiche ziehen.




GESTAUNT: wie schnell man von Schnee- und Graupelwolken eingeholt wird...  Ich stand gerade bei meinem ländlichen 12tel-Blick Standort und schwenkte die Kamera leicht nach rechts.




GEFREUT: dass sich wieder so viele schöne Beitrage zur Eye-Poetry #12 eingefunden haben. Schaut mal rein! Die Verlinkung ist noch bis zum 28.2. offen.

GESTARTET: die neue Eye-Poetry #13 mit einem Literaturzitat von Astrid Lindgren. Vielleicht hast Du ja Lust teilzunehmen!




GEDACHT: hatte ich ja schon allein wegen der Eye-Poetry eher an den Frühling. Doch der Winter brachte sich mit Schnee, Graupel, Eis, kaltem Wind und grauen Wolken wieder ins Spiel.

GERUTSCHT: auf dem Eis bin ich, weil ich mal wieder vergessen hatte, die Schuhe mit dem Winterprofil anzuziehen. Wenn man den Hund an der Leine hat, ist das schon ziemlich wichtig.

GESEHEN: sooooooo viele Winterlinge, die aus der dünnen Schneeschicht heraus schauten. Auch die Osterglocken und Tulpen hocken schon in den Startlöchern.




GELESEN: für sehr gut befunden und rezensiert: Tom Hillenbrand: Hologrammatica. Gerade begonnen habe ich mit Jessie Burton: Das Geheimnis der Muse

GESCHAUT: die dritte Staffel von "Being Erica" auf DVD (beim Bügeln...) Kennt jemand von Euch die Serie?



GELACHT: über dieses Ballett. Ich habe mich sofort mit der bebrillten Ballerina identifiziert - und nicht nur, weil ich eine Brille trage...

GENOSSEN: blauen Himmel und Sonne am Aschermittwoch. Sofort strömten die Leute hinaus. Die Bauern haben schon Felder umgepflügt und fleißig die Wiesen gemistet...



GENÄHT: Nickikleid und -hosen, Bluse und Jerseyjacke für die Lockenmädchen

GESCHICKT: ein Geburtstagspäckchen für die Tochter nach Vermont - und es ist bereits angekommen (erstaunlich, weil ich es mit der deutschen Post versandte...)

GEHÖRT: die gute Nachricht, dass Deniz Yücel frei ist. Astrid hat hier wieder Interessantes dazu kommentiert und gesammelt.




GEENDET: ist die Fasnacht. Und sogleich wurde der Narrenbaum am Waldrand entsorgt. Sollen jetzt Fuchs und Has' mit bunten Bändern durch den Wald tanzen? (Ich will ja hier nicht ständig die Spaßbremse rauskehren, aber so manches hinterlässt ein großes Fragezeichen auf meinem Gesicht...)

GESCHMUNZELT: ein Book Blind Date ist doch auch mal eine lustige Idee, oder?

GENERVT: dass sich die Wetterprognose für die kommende Woche jeden Tag ändert. Eigentlich hatte ich ja gedacht, meinen Friseurtermin auf einen schneefreien Tag gelegt zu haben - denkste...



Wie war Eure Woche? Habt Ihr schon frühlingshafte Deko ausgepackt und Frühlingsblüher zur Stimmungsaufhellung besorgt?

Mal schauen, ob ich mir heute auf dem Markt oder in der Stadt irgendetwas besorge, was meine Stimmung hebt. Ein paar Forsythienzweige vielleicht oder etwas besonders Leckeres zum Kaffee, hmmm....


verlinkt bei Andreas (Karminrot) Samstagsplausch
und Katjas (die raumfee) In Heaven
 

Freitag, 16. Februar 2018

Tom Hillenbrand: Hologrammatica {Bücher}

Neuerscheinung des Monats Februar: 
Spannung pur! Ein intelligentes und hintersinniges Vergnügen.




Eigentlich ist weder Science Fiction noch Thriller mein Genre, und dennoch hat mich die Kombination aus beiden verlockt. Ich bin auch wirklich nicht enttäuscht worden.

Tom Hillenbrands "Hologrammatica" verspricht schon mit dem Cover, dass man sich von interessanten Scheinwelten überraschen lassen kann.

Wir tauchen ein in das Leben im Jahre 2088, das sich technisch stark von unserer Gegenwart unterscheidet. So legt sich ein Holonet über die Oberflächen der Stadt, der Häuser, der Inneneinrichtungen und schafft ein schönes Bild, hinter dem sich oft genug eine hässliche, und nun nicht mehr sichtbare Realität befindet. Selbst ganze Denkmäler lassen sich damit darstellen, ohne wirklich vorhanden zu sein. Kein Wunder, dass die Menschen ihr Äußeres ebenso damit verändern und glätten.
Verschiedene Ereignisse haben die Bevölkerung in der Vergangenheit dezimiert und die Sicherheitsbestimmungen verändert. Der Klimawandel hat inzwischen eine Wanderung der Bevölkerung in Richtung kühlerer Regionen bewirkt.
In diesen Umbruchszeiten erhält der Londoner Quästor Galahad Singh, eine Art Privatdetektiv, der verschwundene Personen sucht, einen Auftrag, nach einer jungen Computerexpertin zu fahnden, die seit kurzem vermisst wird. Sie ist in einer aufsteigenden Branche tätig, denn die Möglichkeit, das eigene Gehirn in einer digitalen Form herunterzuladen und in einem anderen, neuen Körper ein Upload durchzuführen, boomt.   



Galahad Singh ist schon ein ganz spezieller Ermittler, mit dem man erst warm werden muss, der dem Leser dann aber sehr ans Herz wächst. Seine Persönlichkeit und seine Biographie wird im Laufe der Geschichte zunehmend vertrauter, indem sie  in den Handlungsablauf spannend eingeflochten wird.
Der Fortgang der Geschichte wird aus seiner Perspektive erzählt.
Er behandelt seinen Begleiter (mich, den Leser) so als wäre er ein Zeitgenosse, dem er manches an Technik oder geschichtlichen Hintergründen erst genauer erklärt, wenn er es für seine Ermittlungen wichtig erachtet.
Aufmerksames Lesen lohnt sich, denn so lassen sich Details und komplexe Zusammenhänge erkennen und erschließen.

Der Handlungsverlauf hält einen hohen Spannungsbogen und sein Tempo bis zum Ende durch. Die Ideen und Überraschungen gehen dem Autor nicht aus. Sowohl sein Protagonist als auch seine Geschichte sind wirklich unkonventionell, auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Mich hat das hervorragend geschriebene Buch ungemein gefesselt. Es hat mich förmlich aus meiner Gegenwart gesogen...
Wenn ich auf der letzten Seite dann traurig bin, mich vom Protagonisten zu verabschieden, dann ist das eine echte Leseempfehlung.

Tom Hillenbrand:
Hologrammatica. Thriller.
KiWi Taschenbuch 2018



Donnerstag, 15. Februar 2018

Eye - Poetry # 13 - Die kreative Herausforderung für Februar / März


Bis zum Monatsende freue ich mich über Eure Verlinkungen zum Lerchengedicht. Der Vogelgesang ist ein feiner Auftakt zur neuen Aufgabe, die ich Euch heute auf den Weg gebe.

Ja, der Winter krallt sich noch mal so richtig fest... Doch die Eye-Poetry #13 fasst jetzt ganz keck schon mal den Frühlingsanfang ins Auge. Zwar liegt der meteorologische Frühlingsanfang erst am 1. März und der astronomische am 20. März, aber wir wollen uns ja stimmungsmäßig schon einmal vorbereiten. Und kreativ aufwärmen sowieso...

Es wurde auch mal wieder Zeit für ein Zitat aus einem Roman. Auf Astrid Lindgren als Autorin können wir uns doch bestimmt einigen. Ich glaube, ich muss nicht viel über sie erzählen. Wer von uns kennt sie und ihre Romane nicht (und falls nicht, solltet Ihr schnurstracks in die nächste Buchhandlung gehen. Gute Kinder- und Jugendbücher kann man mit größtem Genuss auch noch als Erwachsener lesen und lieben.)

Dann also los!



"Eine Weile standen sie schweigend da und lauschten dem Zwitschern und Rauschen, dem Brausen und Singen und Plätschern in ihrem Wald. Alle Bäume und alle Wasser und alle grünen Büsche waren voller Leben, von überall erscholl das starke, wilde Lied des Frühlings. "Hier stehe ich und spüre, wie der Winter aus mir herausrinnt", sagte Ronja. "Bald bin ich so leicht, dass ich fliegen kann."

aus Astrid Lindgren: 'Ronja Räubertochter'



Am 14. März werde ich  nachfragen, was Euch an interessanten Ideen in den Sinn gekommen ist. Dann hat der Frühling ja schon meteorologisch begonnen...
Vom 14.  bis zum 31. März habt Ihr dann wieder Zeit zum Verlinken.

Hier noch einmal die Spielregeln:

Eure Möglichkeiten sind weit gefächert, je größer am Ende die Vielfalt, desto interessanter ist es doch.

* Eye Poetry - was ist damit gemeint?
"Lyrik fürs Auge" -  Literarisches für das Auge umgesetzt.

* Idee:
An jedem 15. eines Monats stelle ich ein Gedicht, ein Zitat oder ein kurzes Stück Prosa vor.
Wir haben einen Monat Zeit,  einen ganz persönlichen kreativen Weg zu finden, den Text für das Auge umzusetzen, zu interpretieren und in eine neue, eigene Form zu gießen.
Die Form ist frei. Möglich sind z.B.

- Foto, Fotoserie, die speziell für die Eye-Poetry vorgestellt wird
- Darstellung in gemalter, gezeichneter, collagierter, gestempelter ... etc. Form
- künstlerische Installation oder Aktion
- Genähtes, gestricktes, gesticktes, gefilztetes, gekochtes, geschnitztes etc. Objekt
- Filmchen
- ...
- und - ja, wenn es zu einer Komposition inspiriert, würden wir es gern auf irgendeinem Weg auch gern hören!

Es gibt keinen falschen oder richtigen Zugang, sondern nur einen ganz persönlichen.
Es geht nicht um Perfektionismus, sondern um kreatives Schaffen, Spaß, Inspiration.
Jeder wählt die Form, die ihm gerade passend erscheint, an der er Spaß hat, wofür gerade die Zeit übrig ist. Und manchmal ist dann vielleicht auch der Zufall im richtigen Moment zur Stelle.

* Vorstellung
Teilnehmen könnt Ihr mit einem eigenen Blog-Posting. Am 14. des Folgemonats verlinkt Ihr die Darstellung Eurer Ergebnisse auf meinem Blog.
(Am besten, ihr sucht für das Thumbnail-Image, das dann hier auf dem Blog erscheint, Euer Ergebnis aus).
Spannend wäre es, wenn Ihr Eure Idee und den Weg dahin schildern würdet. Am Ende sollte auf jeden Fall das  Objekt / Foto/ Bild/ ... stehen mit dem zugrunde liegenden Zitat.

Bedingung ist nur, dass es keine älteren Beiträge sind und/oder die nicht in Zusammenhang mit unserem Projekt erstellt wurden. (Kommerzielle oder Werbung tragende Links sind unerwünscht, da bitte ich um Euer Verständnis).

Gern dürft Ihr diesen Button mit auf Euren Blog nehmen:



Wenn mal die Sonne durchblinzelt und sich ein milder Tag ankündigt, dann geht raus in die Natur, bestimmt werden die Inspirationen wie von selber fließen... Bei Regen, Schnee und "usseligem" Wetter - Augen zu und träumen. Berichtet Mitte März, was bei Euch gewirkt hat...

Mittwoch, 14. Februar 2018

Eye - Poetry # 12 - Zeigt doch mal her!


Es ist wieder soweit, an dieser Stelle sammele ich wieder Eure Einfälle zur Eye-Poetry #12. Wer noch nicht weiß, wie es funktioniert, kann es an dieser Stelle nachlesen.

Ich hab fleißig die Futterhäuschen befüllt, damit die tirillierende Vogelwelt den Winter übersteht. Spatzen, Meisen und Rotkehlchen haben sich bedient. Draußen in der Natur habe ich schon so manchen Vogel singen hören. Stimmt, gerade am Ende des Winters hebt der Gesang die Stimmung immens.
Hat das Eure Inspiration beflügelt oder bereichert?

Unser Ausgangspunkt war das Lerchenlied von Johannes Trojan...



Das Lerchenlied

Der Tag bringt seine Sorgen,
mich lässt es unbeschwert,
das macht, ich hab am Morgen
die Lerchen singen gehört.

Nun geh ich durch die Menge,
geh ruhig und mit Lust,
weiß keiner, was für Klänge
ich trag in meiner Brust.

Es klang so süß und labend,
rief Mut und Hoffen wach.
Den Tag lang bis zum Abend
klingt's mir im Herzen nach. 

Johannes Trojan


Mir ist so manches durch den Kopf gegangen, viele Ideen sind gekommen und wurden wieder verworfen. Eigentlich dachte ich an etwas Genähtes, aber an der Nähmaschine sitze ich im Moment eh ständig. Puh, am Ende wurde die Zeit echt knapp.... Mir hat tatsächlich ein Spaziergang durch den Park geholfen.

Idee: ich wollte mich ganz vom Lerchengesang einnehmen lassen, der Vogel durfte gerne das Kommando übernehmen, nicht nur in der Brust, sondern auch im Kopf. Lied und Herz sollten ineinander übergehen. 

Material: Papiere aus dem Fundus, Farbstifte, Kleber, feine Papierschere, Hintergrund Papierkarte

Entschieden habe ich mich für die Haubenlerche, weil ihre Silhouette einfach eindeutiger ist.




Jetzt bin ich aber wirklich megagespannt auf Eure Ideen. ....
Die Verlinkung hat bis zum 28. 2. geöffnet, das Zeitfenster ist also etwas kleiner als im letzten Jahr.